Norwegische Band verkündet Comeback A-ha sind wieder da

Wieder vereint: Pål "Paul" Waaktaar-Savoy, Morten Harket und Magne Furuholmen (v.l.n.r.) von A-ha in Berlin.

(Foto: dpa)
  • A-ha melden sich zurück und verkünden in Berlin ihr Comeback.
  • Vor fünf Jahren hatte sich die norwegische Popband aufgelöst, sie seien in einer kreativen Krise gewesen, sagt Gitarrist Pål Waaktaar-Savoy
  • Mit ihrem neuen Album "Cast in Steel" gehen die drei Norweger im kommenden Jahr auf Tour, 13 Konzerte finden in Deutschland statt.
Von Laura Csapó, Berlin

"Wir hätten bestimmt weitermachen können", sagt Magne Furuholmen. Aber man könne das mit einer Ehe vergleichen: Manchmal blieben Paare aus den falschen oder richtigen Gründen zusammen, für A-ha sei der Moment damals gekommen, sich zu trennen.

Mit "damals" meint der Keyboarder 2010, als das norwegische Pop-Trio sich auflöste. "Nach 25 Jahren, wollte ich mich auf etwas anderes fokussieren", sagt Frontmann und Sänger Morten Harket. Und Gitarrist Pål Waaktaar-Savoy wird deutlich: Die Band sei müde, ausgelaugt und in einer kreativen Krise gewesen. Aber was damals richtig gewesen sei, müsse ja nicht immer richtig bleiben.

Aus diesem Grund verkünden a-ah an diesem Mittwoch in Berlin ihr Comeback. Mit ihrem neuen Album "Cast in Steel" geht die Band im kommenden Jahr auf Tour, 13 Konzerte finden in Deutschland statt.

In den Achtzigern gehörten A-ha zu den erfolgreichsten Popbands überhaupt; ihren Durchbruch feierten sie 1985 mit dem "Take on me". Hits wie "The sun always shines on T.V." und "Crying in the rain" folgten. Mehr als 80 Millionen Platten haben sie verkauft, "The living daylights" wurde der Titelsong für den James Bond-Film "Der Hauch des Todes", 1991 spielten sie auf dem legendären "Rock in Rio"-Festival. 2010 dann das Aus, man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Auch, wenn das nur vorübergehend war.

"Jeder der Songs ist bedeutsam"

Und nun? "Das ist der perfekte Neustart", sagt Waaktaar-Savoy. Für das neue Album habe es keine Deadline gegeben, niemand habe etwas erwartet, so der Gitarrist. Wie genau das Album aussehen wird, das weiß die Band offenbar selbst noch nicht genau, aber es gebe viele Songs zur Auswahl und langsam nehme das Projekt Form an.

Gerade der lange Weg und die vielen Veränderungen, die sie gemeinsam durchlebten, haben A-ha zu dem gemacht, was sie heute sind. "Jeder der Songs ist bedeutsam", sagt Magne Furuholmen. Unter stärkerem Leistungsdruck als auf dem Zenit ihrer Karriere stünden sie jetzt nicht, aber natürlich habe sich die Musik stark gewandelt. Vor allem technisch. Man darf gespannt bleiben, wie sich der Musikstil der Band entwickelt hat.