Seit 1901 haben lediglich neun Schriftstellerinnen diesen Preis gewonnen - in diesem Jahr stehen die Chancen für Frauen offenbar nicht schlecht.
Unmittelbar vor der anstehenden Bekanntmachung in Stockholm durch die Schwedische Akademie galten vor allem die Kanadierin Margaret Atwood und die US-Autorin Joyce Carol Oates als aussichtsreichste Anwärterinnen. Bei den Spekulationen immer wieder genannt wurden auch die in Algerien geborene und in Frankreich lebende Assia Djebar, die österreichische Lyrikerin Friederike Mayröcker und die Dänin Inger Christensen.
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Seit der ersten Vergabe 1901 haben 89 Männer und 9 Frauen den begehrtesten Literaturpreis der Welt bekommen. Mayröcker wäre die erste deutschsprachige Preisträgerin seit Nelly Sachs (1891-1970), die 1966 ausgezeichnet wurde. 1999 erhielt als letzter deutscher Autor Günter Grass den Literaturnobelpreis. 2003 entschied sich die Schwedische Akademie für den Südafrikaner J.M. Coetzee.
Die Stockholmer Zeitung Svenska Dagbladet überschrieb ihre Sammlung mit Spekulationen in- und ausländischer Fachleute "Philip Roth auf vielen Wunschzetteln". Der US-Romancier gehört seit mehreren Jahren ebenso zum engeren Kreis der Anwärter wie der Portugiese António Lobo Antunes und der Libanese Adonis. Außer Mayröcker wurden keine deutschsprachigen Schriftsteller genannt.
Der Nobelpreis ist mit zehn Millionen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotiert und wird traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896) genannt.
Weibliche Preisträger:
1996: Wislawa Szymborska (Polen)
1993: Toni Morrison (USA)
1991: Nadine Gordimer (Südafrika)
1966: Nelly Sachs (Schweden)
1945: Gabriela Mistral (Chile)
1938: Pearl Buck (USA)
1928: Sigrid Undset (Norwegen)
1926: Grazia Deledda (Italien)
1909: Selma Lagerlöf (Schweden)
(sueddeutsche.de/dpa)
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