Der Promis liebste Sekte: Ein neues Buch gibt darüber Auskunft, wie der "Sektenkonzern" die Welt erobern will.
Im Jahr 2005 lief eine der lustigsten Folgen der Zeichentrickserie "South Park". In der Gastrolle: Der Sunnyboy-Schauspieler und bekennende Scientologe Tom Cruise, über den seit Beginn seiner Karriere gemunkelt wird, er sei homosexuell.
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Tom Cruise ist das berühmteste Aushängeschild von Scientology. Das ist Unglück und Segen zugleich. (© Foto: ap)
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Tom Cruise versteckt sich nahezu die gesamten Serienfolgen über in einem Kleiderschrank, auf Englisch "closet". Das hat zur Folge, dass ihm von allen Figuren immer wieder zugerufen wird: "Tom, come out of the closet!" Ein Satz, der auch als Aufforderung zum Outing verstanden werden kann. Die Serie sorgte für Wirbel - auch deshalb, weil der Koch in der Serie von dem kürzlich verstorbenen Soul-Sänger und Scientologen Isaac Hayes gesprochen wird.
"South Park" ist für seinen tiefschwarzen Humor bekannt. Wertvorstellungen von Christen, Juden und Moslems werden am laufenden Band aufs Korn genommen. Doch als Hayes sich in seinen religiösen Gefühlen als Scientologe verletzt sah, kündigt er seinen Vertrag als Sprecher. Homosexualität gilt bei Scientology als gefährliche Krankheit.
Ausführlich wird diese Episode im neu erschienenen Buch "Scientology. Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will" geschildert. Geschrieben haben es die Journalisten Frank Nordhausen und Liane von Billerbeck, die sich seit Anfang der neunziger Jahre mit der dubiosen Organisation beschäftigen und schon mehrere Bücher über Scientology verfasst haben. Ihr neuestes Werk ist zweierlei: eine Bestandsaufnahme von gut 50 Jahren Scientology und eine Kampfansage gegen die "Psychosekte".
Heißer Sommer
Es gibt genug Anlass, dieses Buch gerade jetzt herauszubringen. Gerade, was die Kontroverse um die Organisation in den letzten Monaten betrifft, kommt man um das Thema Tom Cruise nicht herum.
Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte die Diskussion im Sommer 2007, als bekanntwurde: Der Beau aus Hollywood spielt den von Teilen der deutschen Bevölkerung als quasi Nationalheiligen verehrten Hitler-Attentäter Stauffenberg. Darf "so jemand" "unseren" Stauffenberg spielen?
"So jemand" bezog sich auf die - und auch folgendes Wort ist umstritten - "Religionszugehörigkeit" des Schauspielers. Sie sollte eigentlich nicht Teil der Qualifikation für eine Rolle sein, aber so mokierten sich die Kritiker: Wie kann der Anhänger einer totalitären Sekte den Freiheitskämpfer Stauffenberg spielen, der im Kampf gegen ein totalitäres Regime sein Leben opferte?
Während FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher den Mimen Cruise bei der "Bambi"-Verleihung in den Himmel lobte, liefen Scientology-Kritiker Sturm - allen voran Ursula Caberta, Leiterin der Hamburger Arbeitsgruppe Scientology und Erzfeindin der Organisation.
Der vielleicht vernünftigste Einwurf in die Debatte stammte damals von Zeit-Autor Jens Jessen. Er gab zu bedenken: Das Zeichen ist nicht das Bezeichnete und der Schauspieler nicht die Figur, die er darstellt. Seitdem hatte das Projekt "Valkyrie", das für so viel Furore sorgte, einige irdische Probleme zu bewältigen. Und das ehemalige "Aushängeschild der Sekte", Tom Cruise, hat sich zum PR-Gau für Scientology entwickelt.
Im ersten Kapitel ihres 600-Seiten-Werks zeichnen die beiden Autoren akribisch den "heißen Sommer" 2007 nach - und sparen dabei nicht an Häme. "Aus einem anderen als dem neonationalen Blickwinkel wirkte Frank Schirrmacher in jenen Stauffenberg- und Bambi-Tagen wie ein von der Sekte gesteuerter Einflussagent", heißt es gleich zu Beginn auf Seite 22.
Lesen Sie auf Seite zwei, wie Scientology eine Frau nach einem Autounfall zu Tode "therapiert" haben soll.
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Völlig einseitige Darstellung eines Themas wird vermutlich immer zu gegenteiligen Meinungsäußerungen führen. Es gibt genügend Leute, die Scientology positiv sehen, und mit einer einseitig negativen Darstellung nicht einverstanden sind. Kommentarseiten sind schließlich dafür da, seine Meinung zu äußern.
Zitat: '...mit möglichst aufgebauschter Story durch die Medien ziehen. Bei genauerer Untersuchung lässt dann jedoch der tatsächliche Wahrheitsgehalt solcher Geschichten häufig sehr zu wünschen übrig. Eine Beurteilung von Scientology anhand solcher Geschichten ist daher mit Sicherheit nicht relevant. Da ja in den Medien bekanntlich eine gute Nachricht keine Nachricht ist, findet man die Geschichten derjenigen, die zu Scientology stehen, nur selten. Dadurch entsteht eine Schieflage in der Wahrnehmung von Scientology. Mehr Objektivität ist daher dringend erforderlich....'
Das dachte ich auch, bevor ich mit Scientology in Kontakt gekommen bin. Leider hat sich herausgestellt, dass die Medien eher noch untertreiben. Wie sich Scientology gegenüber den eigenen Mitgliedern benimmt, ist schon ziemlich heftig. Aber was die von ihnen erwähnten 'Aussteiger' durch Scientology erdulden und erleiden müssen kann sich ein normaler Mensch nicht wirklich vorstellen. Man hört die Geschichten und kann sich nicht richtig vorstellen, dass das alles wahr sein soll...
Bis man mit Scientology im Krieg ist. Und der Grund für die Kriegserklärung kann ohne weiteres der Wunsch sein, sich von dieser Sekte zu trennen oder sich offen gegen die Scientologen zu stellen, wie zum Beispiel in diesem Forum.
Ich bedanke mich an Wurzelsucher für die Rot-Bewertung. Auf Grund deines Engagements und deiner Ausdrucksweise gehe ich davon aus, dass du ein Mitglied der Scientology-Sekte bist und beende diesen Disput. Diskussionen mit sektiererischen Fundamentalisten haben noch nie etwas gebracht...
In diesem Sinne
:oD
Es gibt fanatische Scientology-Gegner, welche sich wie die Aasgeier auf sogenannte Aussteiger stürzen und sie mit möglichst aufgebauschter Story durch die Medien ziehen. Bei genauerer Untersuchung lässt dann jedoch der tatsächliche Wahrheitsgehalt solcher Geschichten häufig sehr zu wünschen übrig. Eine Beurteilung von Scientology anhand solcher Geschichten ist daher mit Sicherheit nicht relevant. Da ja in den Medien bekanntlich eine gute Nachricht keine Nachricht ist, findet man die Geschichten derjenigen, die zu Scientology stehen, nur selten. Dadurch entsteht eine Schieflage in der Wahrnehmung von Scientology. Mehr Objektivität ist daher dringend erforderlich.
'... Welche Schlußfolgerungen hinsichtlich deren Geisteszustand lässt das denn zu? '
Meine Schlussfolgerung daraus:
Je fanatischer der Widerstand gegen Scientology,
-desto mehr hatte derjenige wohl mit diesem Verein zu tun... ;0))
-desto besser kennt er die Methoden der Scientologen...
Die härtesten Gegner von Scientology sind ehemalige Mitglieder, oder Angehörige von ehemaligen Mitgliedern. Was sagt uns das? Je besser man den Verein kennt, desto schlechter denkt man darüber.
Für mich wäre das auch ohne eigene Erfahrungen mit den Knechten von Scientology ein Zeichen für die schlechte Qualität dieses Abzock-Unternehmens...
Man solte sich einmal anschauen, was Leute, die Scientology so fanatisch angreifen und verteufeln, schon alles getan und von sich gegeben haben. Welche Schlußfolgerungen hinsichtlich deren Geisteszustand lässt das denn zu?
Paging