Wegen Ärger um das Gastland China: Die Frankfurter Buchmesse beendet die Zusammenarbeit mit Projektleiter Peter Ripken.
Nach einem neuerlichen Disput mit chinesischen Dissidenten hat die Frankfurter Buchmesse die Zusammenarbeit mit ihrem Projektleiter Peter Ripken beendet. Die Buchmesse begründete den sofort wirksamen Schritt mit "anhaltenden Abstimmungsschwierigkeiten" beim diesjährigen Ehrengast China.
Bild vergrößern
Um das Gastland China gab es bei der diesjährigen Buchmesse einige Querelen. (© Foto: dpa)
Anzeige
Damit reagierte die Buchmesse einen Tag nach Veranstaltungsende auf andauernde Querelen um das Gastland. Die Buchmesse würdigte zugleich ausdrücklich Peter Ripkens langjährige Arbeit für die Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika und als Vorsitzender von ICORN ("International Cities of Refuge Network/Städte der Zuflucht").
Nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau hatte Ripken am Sonntag bei einer Abschlussveranstaltung der Buchmesse im Internationalen Zentrum eine Rede der chinesischen Umweltaktivistin Dai Qing verhindert. Kurz vor der Veranstaltung habe Ripken ihr gesagt, sie dürfe nicht sprechen, sagte Dai Qing der Zeitung. Ripken sagte hingegen, Dai sei nicht als Rednerin vorgesehen gewesen. Die Veranstaltung habe mit China "nichts zu tun gehabt".
- Buchmessen-Rundgang Die wahren Begegnungen 22.03.2010
- Leipziger Buchmesse Charmant und familiär 21.03.2010
- Das Gesprächsthema Angeben für Anfänger 18.03.2010
- Buchmesse: Walser über Reich-Ranicki Das große Wüten 17.03.2010
- Leipziger Buchpreis Doppelt hält schlechter 17.03.2010
- Buchmesse: "Das war ich nicht" Alle Flaschen leer 16.03.2010
- Schriftsteller gegen Plagiate "Fahrlässige Akzeptanz" 16.03.2010
(dpa/AP/bavo/hai)
Nationalteam vor der EM