Eine neue Phobie zieht durchs Land. Außerhalb Europas wird die deutsche Angst vor dem Internet-Giganten Google allenfalls belächelt.
Google ist der American Dialect Society zufolge das "Wort des Jahrzehnts". Aber auch die kommenden zehn Jahre versprechen für den Such- und Werbegiganten, der das Krisenjahr 2009 mit einem Rekordgewinn abschloss, golden zu werden. Wenn nicht die hartnäckigsten Gegner des notorisch "nicht bösen" Konzerns aus Mountain View das Bild trüben würden. Neben der Kommunistischen Partei Chinas, mit denen die Kalifornier aneinander geraten sind, zeigen sich vor allem deutsche Medien angriffslustig.
Nicht nur die kommunisitischen Chinesen geraten mit den Kaliforniern aneinander, vor allem deutsche Medien zeigen sich gegenüber Google angriffslustig. (© Foto: dpa)
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Von Spiegel bis Zeit, von Brand Eins bis FAZ zieht eine neue Welle der Googlephobie durch die Blätter der Republik. Wie der Zufall es will, fällt sie zusammen mit der Kartellklage der deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger wegen des Nachrichtenaggregators Google News. Die Verleger sprechen von Hinweisen darauf, dass der Konzern Suchergebnisse anders als nach ihrer (vom hauseigenen Algorithmus ermittelten) Relevanz sortiere und etwa Kooperationspartner bevorzuge. Auch die Justizministerin warnt vor der "Gigantomanie" des entstehenden "Riesenmonopols" Google.
Außerhalb Europas wird die deutsche Google-Angst allenfalls belustigt zur Kenntnis genommen. Die Website Techdirt bespöttelte die klageführenden Medienunternehmen unter der bissigen Überschrift: "Deutsche Verleger greifen Google an; anscheinend sehr verwirrt darüber wie das Internet funktioniert". Tatsächlich krankt ein Großteil der Attacken auf Google daran, dass die womöglich marktbeherrschende Stellung in vielen Feldern durch echte Ideen- und Qualitätsvorsprünge erarbeitet wurde.
Dass man bei der Suche nach "Faust Goethe" in der Google Büchersuche in Sekundenschnelle mehrere Ausgaben des 19. Jahrhunderts im Volltext zur Verfügung hat, während das von der EU geförderte Gegenprojekt Europeana (bislang) nur Auszüge aus slowenischen Literaturlexika und Szenenfotos einer Inszenierung der Waldbühne Sigmaringendorf bietet, spricht nicht gerade für eine Quotenregelung zugunsten von Konkurrenzprodukten.
Angesichts der deutschen Monopoldiskussion erinnert der Marketing-Blogger Frank Reed an die einst dominierenden Suchmaschinen, deren Namen als Wort des Jahrzehnts nicht zufällig keine Chance mehr hatten: "Hat Google etwa gejammert, dass Lycos, AltaVista und Yahoo ,Monopole waren, als Google noch in den Kinderschuhen steckte und als der Neuling mit dem ulkigen Namen galt?"
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(SZ vom 25.01.2010/iko)
Partyzone Flußufer
Reuters berichtet, daß man auf einem Google Phone nicht fluchen kann: nutzt man die Voice Recognition Funktion, werden Worte wie Sh*t oder F**k als #### wiedergegeben!
Kein Wunder, dass die großen deutschen Verlage Angst vor Google bekommen, wenn Google beginnt, seine Geschäftspolitik an den Menschenrechten auszurichten wie in China begonnen.
Könnten Sie uns jetzt vielleicht noch den Mechanismus verraten , der uns zwingt all diese Google-Produkte zu nutzen?
Und wie die Dinosaurier werden auch die Erz-Konservativen Dinosaurier aka deutsche Verleger aussterben.
Es gibt im deutschen Medienwald nur einen nicht-Dinosaurierer und der heißt Hubert Burda der aufgrund seiner Visionen und Taten im Hinblick auf das Internet von seiner Zunft, spirch den Erz-Konservativen Dinosaurier geprügelt und veröhnt wird.
Hoffen wir, dass die Evolution siegt und wieder eine Gruppe Dinosaurier aussterben lässt. Hier gilt wieder Gorbis toller Spruch : "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" und das ist auch gut so.
Google hat seine Bedeutung nicht sich selbst oder seinen Methoden zu verdanken, sondern den Millionen Internetnutzern die die wirklich tollen Dienste gerne nutzen.
Deutschland hat ein brutales Problem: es gibt zu viele Konservative und ewig gestrige Geister (ja nichts ändern, es könnte ja weh tun und arbeit kosten) in diesem Land. Erst wenn der letzte Konservative (der auf Kosten von uns Progressiven lebt, die die Ideen und damit das Bruttosozialprodukt ermöglichen) ausgestorben ist (hier hoffe ich auf die Evolution und den Darwinismus), geht es mit Deutschland wieder aufwärts.
- dass Google inzwischen weit mehr als die meisten Geheimdienste vom Leben des Otto Normalbürgers weiss scheint Niemanden zu interessieren:
Google Mail = Mit wem kommuniziert die Person, über was kommuniziert die Person
Google Suchmaschine = was interessiert die Person, mit was beschäftigt sich die Person
Google Chrome Browser = was schaut sich die Person tatsächlich an , wie lange verweilt die Person auf welchen Seiten im Internet
Googel Android (Handy) = Mit wem telefoniert die Person, wo hält sich die Person wann auf
Google Maps = wohin ist die Person unterwegs, welche Routen werden geplant
Aber diese ganzen Daten werden natürlich nicht zusammengeführt und kommerziell genutzt...^^
Für mich siehts eher so aus:
Systematisch werden Mitbewerber aus dem Markt gedrängt...zunächst die konkurrierenden Suchmaschinen, als nächstes wohl die Anbieter von Navigationssystemen, Browseranbieter, Betriebssysteme für Handys...und das alles mit besserer Qualität und kostenlos...ein Schelm der böses dabei vermutet...kostenlos ist heute gewöhnlich nichts - und irgendwann gibts die Rechnung...
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