Ab Herbst moderiert Charlotte Roche gemeinsam mit Giovanni di Lorenzo die NDR-Talkshow "3 nach 9".
Bestseller-Autorin Charlotte Roche wird neue Moderatorin der Talkshow "3 nach 9" im NDR Fernsehen. Im September übernimmt die 31-Jährige den Platz von Amelie Fried, die bisher zusammen mit Giovanni di Lorenzo durch die Live-Sendung am Freitagabend führte.
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Das neue Gesicht beim NDR: Charlotte Roche. (© Foto: ddp)
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In dem Trubel um ihren Debütroman "Feuchtgebiete" sei ein bisschen untergegangen, dass Charlotte Roche eine vorzügliche Moderatorin sei, erklärte Radio-Bremen-Programmdirektor Dirk Hansen. Sie könne sehr gut zuhören, sei eine charmante Gastgeberin und verfüge über einen speziellen Humor, der wunderbar zu "3 nach 9" passe.
Charlotte Roche begann ihre TV-Karriere 1998 beim Musiksender Viva 2 und stand unter anderem für Arte, 3sat und ProSieben vor der Kamera. 2004 erhielt sie für ihre Moderation den Adolf-Grimme-Preis. Laut Radio Bremen hatte Roche das Thema Fernsehen eigentlich auf Eis gelegt. Bei "3 nach 9" wurde sie aber schwach. "Das ist eines der ganz seltenen Angebote im Fernsehen, die man nicht ausschlagen kann", teilte Roche mit. Und witzelte weiter: "Ich fühle mich sehr geehrt und werde alles dafür tun, die Lücke zu schließen, die in Bremen durch den Weggang von Diego entstanden ist."
Als Fußballfan ist Charlotte Roche bisher nicht in Erscheinung getreten, in der letzten Zeit macht sie eher mit ihrem provokant-freizügigen Bestseller "Feuchtgebiete" von sich reden: Der Roman wurde weit mehr als eine Million Mal verkauft. Auch die englische Version "Wetlands", die Anfang des Jahres in Großbritannien erschien, war sehr erfolgreich.
Noch dreimal wird Amelie Fried an der Seite von di Lorenzo "3 nach 9" moderieren, bevor sie zum ZDF wechselt. Dann übernimmt Charlotte Roche. Im vergangenen Jahr hatte sie noch gesagt, dass Star-Interviews sie auf Dauer langweilen.
(sueddeutsche.de/dpa/kar)
Partyzone Flußufer
Ich kann weder mit ihr als Person noch mit ihrer Art zu "moderieren" etwas anfangen. Aber ich werde sicher nicht das System des öffentlich rechtlichen Rundfunks nur durch die Wahl einer umstrittenen Person zur Moderatorin einer Sendung in Frage stellen.
Jedem durchschnittlich gebildeten Erwachsenen sollte klar sein, daß die Gebühren aus gutem Grund nicht nach individuellem Gefallen zu entrichten sind. Wer diese Vorzüge einer Demokratie auch nach einigem Nachdenken nicht zu schätzen weiß, hat alle Freiheiten: zu gehen.
Na, hoffentlich pinkelt sie nicht wieder für die Zuschauer in eine Badewanne, wie in einem äußerst peinlichen "Talkshow"-Versuch mit Roger Willemsen (nur Online zu sehen).
Sauber recherchiert: "NDR verpflichtet Feuchtgebiete-Autorin". ;-) Lesen hilft hier weiter. 3 nach 9 ist seit über drei Jahrzehnten eine Radio Bremen-Sendung. Schon deshalb äußert sich der Programmdirektor von Radio Bremen und nicht der NDR-Direktor dazu. Dass die Sendung im NDR-Fernsehen ausgestrahlt wird, sollte nicht zu vorschnellen Schlüssen verleiten. Noch ist Radio Bremen selbstständig.