Vor wenigen Tagen wurde die plötzliche Entlassung Stefan Austs als "Spiegel"-Chefredakteur bekannt - ein Nachfolger ist indes noch nicht in Sicht. Deutschlands größtem Nachrichtenmagazin droht eine Führungskrise.
Unterstützung für Stefan Aust kam von ungewohnter Seite. Focus-Gründer Helmut Markwort sagte Ende vergangener Woche auf der Jahrestagung des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) zur Spiegel-Personalie, kein Verleger würde einen langjährigen Chefredakteur auf diese Weise rauswerfen.
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Verlagsgebäude des "Spiegel" in Hamburg: Deutschlands größtem Nachrichtenmagazin droht eine Führungskrise (Archivbild) (© Foto:)
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Das zeige nur, dass Mitarbeiter schlimmer als alle anderen sein können, wenn sie gleichzeitig Unternehmer sind, so Markwort.
In der Tat steht die mächtige Mitarbeiter KG, die 50,5 Prozent des Spiegel-Verlags kontrolliert, hinter der plötzlichen Kündigung von Aust zum 31. Dezember 2008, wenn auch die beiden anderen Gesellschaft - die Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr und die Augstein-Erben - die Entscheidung mitgetragen haben. Inzwischen gibt es an diesem Vorgehen Kritik.
Denn einige fürchten nun eine Führungskrise bei Deutschlands größtem Nachrichtenmagazin, manchen warnen bereits vor einem internen "Bürgerkrieg" im Hause Spiegel. Einen Nachfolger für den demontierten Aust, der nun aus dem Urlaub zurückkehrt und möglicherweise seinen Vertrag bis Ende 2008 nicht erfüllen wird, gibt es noch nicht.
An diesem Montag soll es Gespräche geben. Nicht nur die Spiegel-Ressortleiter sind für eine interne Lösung. Die Mitarbeiter KG und Gruner + Jahr müssen in jedem Fall eine schnelle Lösung finden, um größeren Schaden abzuwenden. Aber G + J-Chef Bernd Kundrun weilt noch diese Woche im Urlaub - auf Mauritius.
Das Problem: Auch die Position von Spiegel-Geschäftsführer Mario Frank gilt als geschwächt. Auch er scheiterte an der Mitarbeiter KG mit dem Plan, die Financial Times Deutschland zu übernehmen. "Wenn Mario Frank in seinem fehlgeleiteten Elan gebremst wird, ist das nur gesund", meint ein Insider. Das klingt nicht nach baldigem Frieden.
- Stefan Aust Stationen einer Karriere 15.11.2007
(SZ vom 19.11.2007/aho)
"..., kein Verleger würde einen langjährigen Chefredakteur auf diese Weise rauswerfen.
Das zeige nur, dass Mitarbeiter schlimmer als alle anderen sein können, wenn sie gleichzeitig Unternehmer sind, so Markwort."
Das ist für Markwort natürlich ungewöhnlich, wenn Mitarbeiter mal ihren Chef entlassen. So geht's ja nicht! Es gehört doch andersrum: Ein einzelner schmeisst doch normalerweise hunderte 'raus! Diese dummen, herzlosen Mitarbeiter! Wo kommen wir denn da hin?
Diese kaum ihres Geschenkes bewusst, vielleicht auch ihres schlechten Gewissens über die erlangte Macht, phne eigenes Zutun , beweisen, dasss es so nicht klappt, Wo die klare Hand des Unernehmers fehlt, wird diskutiert und nicht entschieden, siehe TAZ in den frühen Jahren.
Die Zeiten der Komune II sollten eigentlich vorbei sein.
Also: Der Spiegel braucht einen "Führer". Natürlich, der "Focus" braucht einen. Aber der Spiegel?
Also, wenn ich Führer bei der SZ wäre, würde Herr Beise fliegen. Und wenn Herr Markwort Führer bei der SZ wäre, würde Herr Prantl fliegen. Also ist es doch besser, wenn die SZ keinen Führer hat.
Ist auch billiger. (Schon wegen der Abfindungen.)
Unfassbar, diese Deppen kippen den Mann ,der die Kohle für die Finanzierung ihrer Porsches angeschafft hat. Und einen Nachfolger haben sie auch nicht präsent. Dafür können sie jetzt wieder sozialistische Erbauungsartikel schreiben. Aber ohne vollen Lohnausgleich.
... an der Aust-Personalie von den Verkaufsturbulenzen innerhalb der Gesellschafter der SV-Gruppe ablenkend aufg#ilen und bringen es füglich in schöner Freud'scher Regelmäßigkeit nicht einmal fertig, den Unterschied zwischen Gesellschaft und Gesellschafter schriftlich auszudrücken: Matthäus 7/1-5, sag' ich da nur ...
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