SZ: Verstehen Sie nicht, dass Ihnen nach Ihren Äußerungen tiefes Misstrauen entgegenschlägt?
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Gibson: Was soll ich denn noch machen? Die protokollierten Statements waren völlig übertrieben. Es hieß, ich hätte eine "Tirade" abgefeuert, dabei war ich zu betrunken, um mehr als fünf Sätze zu sprechen. Es war der Tag, an dem Israel in den Libanon einmarschierte (tatsächlich sechs Tage später, Red.), und in meinem besoffenen Schädel habe ich dazu dumme Kommentare gemacht. Als ich das anderntags in der Zeitung las, dachte ich nur: Oh fuck, das tut mir leid. Ich habe mich seither entschuldigt. Mehrfach. Im amerikanischen Fernsehen. Wollen Sie auch noch eine Entschuldigung?
SZ: Also gilt in Ihrem Fall nicht: In vino veritas?
Gibson: Das römische Reich war eine ziemlich durchgeknallte Kultur und ich bezweifle, dass dieser schöne Spruch jemals der Wahrheit entsprach. Ich für meinen Teil schieße jedenfalls die unsinnigsten Knaller immer dann ab, wenn ich richtig voll getankt habe.
SZ: Stars in Ihrer Liga streben für gewöhnlich die Arbeit mit Hollywoods Meisterregisseuren an. Warum haben Sie eigentlich nie mit Spielberg oder Scorsese gearbeitet? Oder mit Ridley Scott, den Coens, Michael Mann . . .
Gibson: Dafür gibt es keinen anderen Grund als schlechtes Timing. Michael Mann offerierte mir seinerzeit Der letzte Mohikaner, und Ridley Scott wollte mich in Gladiator - doch das ging jeweils nicht mit meinen Bedürfnissen zusammen. Gerade Ridley ist ein guter Freund und ein begnadeter Filmemacher. Wir hatten im Lauf der Jahre sicher zwanzig Meetings wegen verschiedener Projekte. Ehrlich gesagt, heckt er gerade heimlich etwas aus, von dem ich hoffe, dass es für mich passt.
SZ: Und was ist von dem Wikinger-Epos zu erwarten, das Sie als Ihre nächste Regiearbeit angekündigt haben?
Gibson: Es ist zu früh für Details, doch die Idee ist einfach zu verführerisch, weil es noch nie einen authentisch wirkenden Film über nordische Krieger gab. William Monahan, der Autor von The Departed - Unter Feinden, schreibt das Drehbuch - was knifflig werden dürfte, denn er liebt starke Dialoge, während ich die Story weitgehend auf der visuellen Ebene erzählen möchte.
SZ: Was ist eigentlich dran an der Legende, dass Sie Ihre erste Hauptrolle in Mad Max nur bekamen, weil sie in der Nacht davor in eine Schlägerei gerieten und plötzlich angemessen verwegen für die Rolle aussahen?
Gibson: Nun, wir werden wohl nie erfahren, ob ich die Rolle vielleicht auch ohne meine lädierte Visage bekommen hätte. Aber die Story stimmt. Wenn du dich in Australien mit Anfang zwanzig nicht auch mal prügelst, dann kann irgendwas nicht mit dir stimmen. Wobei mir einfällt: Die Presse hat mich damals schon enttäuscht. Es hieß, die Pflaster in meinem Gesicht würden die Folgen einer kosmetischen Operation verbergen. Aber sehen Sie sich meine Falten an! Ich denke gar nicht daran, mich je unters Messer zu legen. Tut bestimmt mehr weh als die Folgen eines Faustschlages.
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War mir immer klar das der Mann aus einer EMdienlaune heraus "hingerichtet" wurde. 8 Jahre lang schon kein Film mehr? Wird zeit immerhin ist er ein begnadeter Schauspieler. Ich will wieder merh Mel Gibson im Kino!!
Hm - unglaublich ödes Interview.
Langweilige Fragen - langweilige Antworten.