Literatur Fantasy-Fans wollen Heldenbilder

Glänzende Schwerter, ein Krieger mit wehendem Haar, ein Drache, der seine Zähne fletscht. Archaisch, ungezähmt. So sehen die meisten Cover der Fantasy-Bücher des Piper-Verlags aus. Carsten Polzin ist Programmleiter für Science Fiction und Fantasy bei Piper. "Das Thema ist eigentlich immer das gleiche: der Kampf von Gut gegen Böse. Fantasy-Fans lieben es, wenn das Cover den Helden möglichst konkret abbildet." Eine externe Grafikagentur beauftragt dafür spezielle Fantasy-Illustratoren, die genauestens darüber informiert werden, wie der Held aussieht. Und wehe, die Haarfarbe ist am Ende falsch. "Das nehmen die Fans richtig übel."

"Fantasy-Fans lieben es, wenn das Cover den Helden möglichst konkret abbildet", sagt Carsten Polzin vom Piper-Verlag.

(Foto: Stephan Rumpf)

Polzin weiß, dass Fantasy-Romane für viele als seichte Unterhaltung gelten, aber sie haben eine große, extrem viel lesende Anhängerschaft, die Regalmeter an Büchern zu Hause stehen hat. Diese erreicht er vor allem über Fantasy-Communities und auf Facebook. Warum aber muss das Cover immer so finster sein? "Sehen sie sich Markus Heitz' 'Legenden der Albae' an", sagt Polzin, "da ist der Hintergrund weiß." Der Krieger aber, der muss natürlich sein.

Carsten Polzin, Piper