Literatur Sibylle Lewitscharoff erhält Georg-Büchner-Preis

"Mit unerschöpflicher Beobachtungsenergie, erzählerischer Phantasie und sprachlicher Erfindungskraft" arbeitet die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff in ihren Romanen. Nun wird sie mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff bekommt den Georg-Büchner-Preis 2013. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt mit.

"In ihren Romanen hat Sibylle Lewitscharoff mit unerschöpflicher Beobachtungsenergie, erzählerischer Phantasie und sprachlicher Erfindungskraft die Grenzen dessen, was wir für unsere alltägliche Wirklichkeit halten, neu erkundet und in Frage gestellt", begründete die Jury die Entscheidung. Der Preis wird am 26. Oktober 2013 in Darmstadt verliehen.

Lewitscharoff, Tochter eines bulgarischen Vaters und einer deutschen Mutter, feierte 1998 mit dem Roman "Pong" ihren ersten schriftstellerischen Erfolg. Für die Geschichte eines Verrückten, der die Welt ändern will, wurde sie mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. In den folgenden Jahren erschienen ihre Romane "Montgomery", "Consummatus", "Apostoloff" und "Blumenberg", für die sie ebenfalls mit mehreren Preisen geehrt wurde.

Von Gottfried Benn bis Friedrich Dürrenmatt

Der mit 50.000 Euro dotierte Georg-Büchner-Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland. Erstmals wurde sie am 11. August 1923 vergeben. Seidem werden "bildende Künstler, Dichter, Künstler, hervorragende ausübende Künstler, Schauspieler und Sänger" mit dem Preis geehrt, wie es auf der Homepage der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung heißt.

Namensgeber ist der deutsche Revolutionär und Dramatiker Georg Büchner, der 1813 im Großherzogtum Hessen geboren wurde und 1837 in Zürich starb. Zu den bisherigen Preisträgern zählen die renommiertesten Namen der deutschsprachigen Literatur, wie Gottfried Benn (1951), Erich Kästner (1957), Günter Grass (1965), Heinrich Böll (1967), Friedrich Dürrenmatt (1986), Elfriede Jelinek (1998) oder Friedrich Christian Delius (2011). 2012 wurde Felicitas Hoppe ausgezeichnet.