Literatur Junot Díaz gibt Pulitzer-Vorsitz ab

Nach Belästigungsvorwürfen: Der Autor und Pulitzer-Preisträger Junot Díaz hat seinen Vorsitz beim Pulitzer-Preis-Verband abgegeben. Dem Vorstandsgremium gehört er aber weiterhin an.

Der Autor und Pulitzer-Preisträger Junot Díaz (49) hat nach Belästigungsvorwürfen (SZ vom 9.5.) seinen Vorsitz bei dem Pulitzer-Preis-Verband abgegeben. Die Organisation hatte nach eigenen Angaben eine Untersuchung eingeleitet. Díaz habe diesen Vorgang unterstützt, er sei aus eigenen Stücken von seinem Posten zurückgetreten. Dem Vorstandsgremium werde er aber weiter angehören, hieß es in einer Mitteilung.

Drei Frauen hätten Vorwürfe gegen den Schriftsteller erhoben, wie das Branchenportal Deadline.com am Freitag berichtete. Die Autorin Zinzi Clemmons schrieb auf Twitter, sie sei als 26-Jährige von Díaz drangsaliert und gegen ihren Willen geküsst worden. In einer Stellungnahme gegenüber der New York Times sagte Díaz, dass er "Verantwortung für seine Vergangenheit" übernehmen werde. Konkret äußerte er sich aber nicht zu den Vorwürfen. Díaz hatte für sein Debüt "Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao" 2008 den Pulitzer-Preis erhalten.