Der österreichische Schriftsteller Josef Winkler ist mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet worden - für sein von "obsessiver Dringlichkeit" durchdrungenes Schreiben.
Der österreichische Schriftsteller Josef Winkler ("Roppongi, Requiem für einen Vater") hat in Darmstadt den renommierten Georg-Büchner-Preis erhalten. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verlieh dem 55-Jährigen die bedeutendste deutsche Literaturauszeichnung.
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Geehrt mit dem Georg-Büchner-Preis: der österreichische Schriftsteller Josef Winkler. (© Foto: dpa)
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Zur Begründung hieß es, dass Winkler "auf die Katastrophen seiner katholischen Dorfkindheit mit Büchern reagiert, deren obsessive Dringlichkeit einzigartig ist". Der Preis ist mit 40.000 Euro dotiert.
Die Akademie ehrt damit jährlich deutschsprachige Schriftsteller und Dichter, die "durch ihre Arbeiten in besonderem Maße hervortreten und die an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben".
Winkler schreibt in seinen Werken über den Tod, seine bedrückende Kindheit im 200-Seelen-Dorf Kamering in Kärnten und die beängstigende Finsternis der katholischen Kirche. Dabei sind ihm Geschichten weniger wichtig als Sprache, Form, Stil und Klang.
Im vergangenen Jahr ging der Georg-Büchner-Preis an den Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach. Frühere Preisträger sind unter anderem Friedrich Dürrenmatt, Heinrich Böll, Erich Kästner, Günter Grass, Elfriede Jelinek, Wolfgang Hilbig und Wilhelm Genazino.
Neben dem Büchner-Preis verlieh die Akademie am Samstag zwei mit jeweils 12.500 Euro dotierte Auszeichnungen. Den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa erhielt der Mediziner und Wissenschaftshistoriker Michael Hagner. Mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay wurde der Literaturwissenschaftler Lothar Müller gewürdigt.
(dpa/gal)
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