Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche Im Paradies und auf Erden

Die Abenteuer des Huckleberry Finn haben die US-Literatur geprägt. Nun wurden sie in einen deutschen Familienunterhaltungsfilm gepresst und setzen auf kindisches Witzigseinwollen. Zum Glück gibt es in dieser Kinowoche noch eine unglaubliche Sechsjährige im Paradies sowie irdisches und pyrotechnisches Chaos mit Heiligen.

Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche – "Die Abenteuer des Huck Finn"

Die Filmstarts vom 20. Dezember auf einen Blick - bewertet von den SZ-Kritikern. Rezensionen ausgewählter Filme.

Mark Twains Klassiker, "von dem alle moderne US-Literatur ihren Ausgang nahm" (Hemingway), verwurstet zu deutschem Familienunterhaltungsklamauk. Hucks Vater (August Diehl) als Horror-Gespenst, der Sklave eine Minstrelshow-Figurine, und dieses kindische, auf Schadenfreude und Dysfunktionen des Verdauungstrakts setzende Witzigseinwollen, das Hermine Huntgeburths Regie für kindgemäß halten mag. Hemmungslos chargierende Akteure (Henry Hübchen, Milan Peschel), die viel Spaß beim Dreh hatten. Schön für sie.

Rainer Gansera

Die ausführliche SZ-Kinorezension lesen Sie hier

Im Bild: Louis Hofmann (links) als Tom Sawyer und Leon Seidel als Huck Finn

Bild: dapd 20. Dezember 2012, 10:122012-12-20 10:12:20 © SZ vom 20.12.2012/jufw/pak