Bei den New Yorker Herbstauktionen gibt es Streit um die Herkunft eines Gemäldes: Wurde der frühere Eigentümer, der jüdische Bankier Paul von Mendelssohn-Bartholdy, von den Nationalsozialisten zum Verkauf des Bildes gezwungen?

Ein New Yorker Gericht hat am Montag vorläufig die Versteigerung eines Picasso-Gemäldes gestoppt, dessen Wert auf bis zu 60 Millionen Dollar (47 Millionen Euro) geschätzt wird. Der US-Bezirksrichter Jed Rakoff muss nun entschieden, ob der frühere Eigentümer des Gemäldes, der jüdische Bankier Paul von Mendelssohn-Bartholdy, 1935 von den Nationalsozialisten zum Verkauf des Bildes gezwungen wurde.

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Expertinnen des Londoner Auktionshauses Christie's zeigen das Gemälde "Angel Fernandez de Soto" von 1903 aus Pablo Picassos blauer Periode. (© Foto: AP)

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Der Direktor des Berliner Moses-Mendelssohn-Instituts, Julius Schoeps, hatte in der vergangenen Woche den Stopp der Auktion vor Gericht beantragt. Das Bild - ein Porträt von Picassos Freund Angel Fernandez de Soto - gehört einer Stiftung des britischen Musical-Komponisten Andrew Lloyd Webber, die das Kunstwerk vor elf Jahren für 29 Millionen Dollar erstanden hatte.

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(AP)