Es gibt auch elegische, melancholische, verzweifelte Töne. Der Maler Ali Kaaf, der vor zehn Jahren nach Berlin kam, hat eine Kopfform gemalt, eine Art schwarze afrikanische Maske. Darin brennt er weiße Flächen ein. Spuren von Verlust, sagt er, doch habe er die Hoffnung, dass hinter der Leere Neues entstehen könne.

So geht es in der Forum Factory nicht so sehr um die im Westen so lieb gewonnene "Freiheit der Kunst", sondern um etwas viel Unerhörteres: die Kunst der Freiheit. Zwischen Aleppo und Damaskus gab es bisher keinen öffentlichen Raum, den die Künstler hätten bespielen, in dem die Bürger ihre Stimme hätten erheben können. Er musste erst erobert werden. Das macht die Bewegung einzigartig: Die Kunst schafft sich den Raum, den sie gestaltet.

Ali Kaaf, Dress No. 2, Berlin, 2009

Bild: Forum Factory 17. August 2012, 13:172012-08-17 13:17:33 © SZ vom 17.08.2012/pak