Kultur Zynismus bringt die Welt nicht weiter

Patrick Wengenroth schlüpft gern in die Rolle der Künstler, mit denen er sich beschäftigt. Hier ist er Rainer Werner Fassbinder in der Schaubühnen-Produktion "Angst essen Deutschland auf."

(Foto: Heiko Schäfer)

Patrick Wengenroth leitet erstmals das Augsburger Brecht-Festival. Sein Konzept ist ungewöhnlich

Interview von Christiane Lutz

Von Augsburg hatte Patrick Wengenroth keinen Schimmer, als er die Leitung des Brecht-Festivals übernahm. Der Regisseur und Schauspieler lebt in Berlin, realisiert dort an der Schaubühne schräge Diskursformate und begeistert sich für Feminismus. Da kann ja nichts schiefgehen in Augsburg, wo er sich inzwischen bestens auskennt.

SZ: Sie sind Festivalleiter, gleichzeitig Regisseur und Darsteller in der Revue "Die Welt ist: schlecht! Und ich bin: Brecht!" Ist es nicht total wahnsinnig, sich auch noch eine eigene Produktion aufzuhalsen?

Patrick Wengenroth: ...