Der ganze mediterrane Raum ist zu einem bis unters Dach mit Licht getäfelten Badezimmer verkommen, zu einem wohlklimatisierten Wohnzimmer mit kostenloser Energie, in dem die Pensionäre aus halb Europa und aus der ehemaligen Sowjetunion wohnen wollen.
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Es ist der Druck dieser Massen, diese neue urbane Freizügigkeit, die das sensible Wassergleichgewicht durcheinander gebracht hat. Die Hotelgäste duschen drei mal täglich, die Schwimmbecken der Ferienanlagen sind immer gefüllt.
Kokette und prächtige Villen
Wenn schon der Massentourismus mit seinen mächtigen Apartmentblocks schädlich für das Wassergleichgewicht war, so ist es noch vielmehr jener Tourismus, der auf den ersten Blick ökologischer erscheint: Der Tourismus der horizontalen Gebäude, der koketten und prächtigen Villen mit je einem Swimmingpool und eigenem Garten mit wasserprassender Sprinkleranlage.
Man könnte sagen, die mediterrane Umweltzerstörung schreitet nicht im majestätischen Gang des Klimawandels voran, sondern mit der Schnelligkeit, mit der am Ende des vergangenen Jahrhunderts Geschäfte gemacht wurden, und mit jener nervösen Hektik, die man mit synthetischen Drogen verbindet.
Quellen, Teiche und Flüsse versorgen diese unkontrolliert wuchernden Küstensiedlungen mit Wasser. Allerdings darf man bei der Zuweisung der Verantwortlichkeiten auch nicht außer acht lassen, dass Flüsse wie der Turia, der Jucár oder der Segura nur noch als Rinnsal an den Küsten ankommen.
Der Grundwasserspiegel fiel und fiel
Es wäre heuchlerisch, das Abnehmen der Flüsse im Inneren der Halbinsel nur auf die Ausbeutung an der Küste zu schieben. In der kastilischen Hochebene wurden illegal Dutzende von Wasserspeichern angezapft. Die Quellen wurden mit der gleichen Rücksichtslosigkeit ausgetrocknet, wie man das auch an der Küste beobachtet, der Grundwasserspiegel fiel und fiel.
Die Landschaft hat sich an der Küste verändert, aber ebenso oder vielleicht noch intensiver tat sie dies im Inland: Spanien war nie so grün wie heute. Die dürren, staubigen Felder von Murcia, über die ich in meiner Jugend streifte, sind heute große Obstanbaugebiete, über das Tafelland im Inneren Spaniens, wo früher nur Disteln und Dorngestrüpp zu finden waren, erstrecken sich ertragreiche Rapsfelder und leuchtende Sonnenblumenplantagen.
In den ehemaligen Steppen von Bajadoz werden Obst und Gemüse angebaut und auf vielen tausend Hektar Land werden wasserräuberische Pflanzen wie Mais kultiviert, deren Anbau meist subventioniert wird.
"Es gibt ein feuchtes und ein dürstendes Spanien"
Der Reisende, der im Sommer mit dem Auto durch Spanien fährt, wird ständig den künstlichen Regen passieren, der von den Sprinklern auf Feldern verteilt wird, die Temperaturen von über vierzig Grad ausgesetzt sind. Diese Veränderungen im Inneren Spaniens vollzogen sich unter dem Mantel politischer Korruption.
Es gibt ein feuchtes Spanien mit einem Überschuss an Wasser und ein trockenes, dürstendes Spanien und seit Jahrhunderten denken Reformer darüber nach, wie ein Land, in dem der Niederschlag in manchen Verwaltungsbezirken mehr als 1500 Liter beträgt, in anderen aber kaum 300 erreicht, zu einem vernünftigen Wassergleichgewicht kommen könnte.
Aber die Politiker haben sich vor allem in den Kommunen, die über einen Überschuss an Wasser verfügen, mit Schlagworten wie "sie rauben uns das Wasser" oder "unser Wasser gehört uns" einen irrationalen Konflikt angeheizt.
Zweiteilung Spaniens
So sind der Klimawandel und die auf das Wasser bezogene Zweiteilung Spaniens Themen, die politisch extrem instrumentalisiert werden. Es ist schwer zu erkennen, wann wirklich Wissenschaft mit im Spiel ist und wann nur Politik unter wissenschaftlichen Vorzeichen betrieben wird.
Auch weiß man nicht, wie viel Interesse Europa tatsächlich an der alten Halbinsel hat, und ob nicht vielmehr jetzt, da das Huhn keine goldenen Eier mehr legt, die internationalen Lobbyisten aus Baugewerbe, Grundstückshandel und Hotelbetrieb den Blick auf andere Ziele richten und dabei eine Strategie der verbrannten Erde verfolgen. Aber das ist ein anderes Thema.
Von Rafael Chirbes erscheint im August der neue Roman "Krematorium" im Kunstmann-Verlag.
Aus dem Spanischen von Annika Müller
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(SZ vom 21.7.2008/pak)
Abholzungen im Amazonas-Gebiet
Wir haben mit unserer Technologie dieses Schlamassel geschaffen, wir brauchen eine bessere Technologie, um das Unheil rückgängig zu machen. Wir brauchen eigentlich zwei Arten von Technologie, eine innere und eine äußere Technologie
1. Die Technologie des Bewusstseins: Der Autor dieses Artikels weist mit Recht darauf hin, dass es Unsinn ist, dem CO2 die Schuld zu geben, wenn ein korruptes Bewusstsein die Schuld hat - sowohl an dem CO2 als auch an den Sünden im Wasserhaushalt des Landes. Bevor die Landschaften verödet sind, sind die Gehirne einiger Entscheidungsträger verödet. Wir brauchen m.E. als Mittel dagegen eine Technologie des Bewusstseins an allen Schulen. Da sich Asien und vor allem Indien seit Jahrtausenden auf diesem Sektor hervorgetan hat, könnte man sagen, wir brauchen Meditation an allen Schulen Spaniens (und der ganzen Welt), so dass die Spaltung des Gehirns und damit der Menschheit überwunden wird. Jeder Mensch sollte soviel Kohärenz in seinem Bewusstsein haben, dass er/sie in der Lage ist, das begrenzte Ego zugunsten eines größeren Ganzen zu "transzendieren".
2. Die Technologie der Materie: Unsere äußere Technologie ist ebenfalls zu ego-bezogen. Statt schneller Autos für das Individuum müssten wir schleunigst eine Welt-Infrastruktur schaffen. Statt der Monokulturen des Landbaus müssen wir schleunigst kleine Zellen der Regeneration des Bodens schaffen, so dass (analog zu den Schrebergärten oder den alten Bauernhöfen) Menschen in ihrem kleinen Universen wieder den Boden und den Wasserhaushalt in Ordnung bringen. Neue Technogien der Bewässerung und des Transports sowie Technologien zur Steuerung des Mikroklimals soltlen dabei helfen. Überbevölkerung, Immigration und Arbeitlosigkeit könnten dabei eine große Chance bieten statt nur Schreckgespenste zu sein.
Und vielleicht graben die Spanier irgendwann einen Tunnel von Barcelona bis zum Golf von Biscaya, in dem schwereres (salzhaltigeres) Wasser vom Mittelmeer in den Atlantik fließt. Er muss nur ganz klein sein und kann dann durch Abrasion vergrößert werden. Dieser Strom könnte dann die ganze Halbinsel bewässern. Aber nur, wenn in den Köpfen die Dunkelheit des Egoismus durch das Licht der Kreativität erhellt ist.
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Exakt so ist es!
Wollen z.B. erstmal alle wegen dramatischen Wassermangels mit Gewalt nach Europa, dann ist es vollkommen wurscht, WER oder WAS genau für die Veränderung verantwortlich zu machen. Tatsache bleibt aber, dass der Mensch etwas tun kann, und sei es auch "nur" aus dem moralischen Gesichtspunkt heraus, dass man nicht lebensnotwendig dauerheizen oder mit 200 Sachen fahren und auch nicht zweimal täglich duschen muss. Seien wir doch mal ehrlich, für uns geht es doch im Allgemeinen lediglich um Pipikram (weniger Auto fahren, sparsamer sein im Umgang mit Strom und Wasser, brav das Papier zum Wiederverwerten bringen), und selbst das ist den Leuten noch zu viel verlangt - dabei sind wir mit diesen Möglichkeiten in der Minderheit, woanders schauts da schon ganz anders aus.
die wasserknappheit in spanien mag zum teil klimaverursacht sein. wegretuschieren können die iberier jedoch nicht ihre zum teil bewässerungstechnisch fehlorganisierte landwirtschaft und territoriales ho2-verteilungsmissmanagement.
In der Schweiz beschaeftigt sich ein Institut mit der Lichintesnistaet der Sonne, und aufgrund unseres Dreckblasens, verdunkeln wir die Atmosphaere und Steuern im Prinzip gleichzeitig dagegen, dennoch ist es einfach nicht von der Hand zu weisen mit dem CO2. Statistikgegaukel hin oder her
Im Grunde ist es so oder so ist es nicht aufzuhalten.
2008 Platz1 Micronutrient supplements for children
Platz 11 Heart attack acute management
Wenn alle absaufen, dann spielen Platz 1 und 11 auch keine Rolle mehr
Platz 1 hilft den Armen Schweinen in Afrika auch nix denn dann muesste auf Platz 1 erste mal die Nahrungsmittelverteilung stehen.
Platz 19 HIV combination prevention Vielleicht das Ding nich ueberall einfach reinstecken?
Viele Afrikaner interessiert das nicht und werden mit der Zeit auch Immun dagegen. Manch Aerzte verzweifeln daran. Natuerliche Selektion nennt man das. Jeder sieht es anders wir pumpen uns mit all moeglichen Medikamenten voll waehrend die anderen ... wie war dasmit den Spaniern und Suedamerikanischen Indianern? Lassen wir das ist zu weit weg vom Thema
Im Prinzip liest sich die Liste fast wie Sponserd by Pharma
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