Klassik Kunst des Mikroskopischen

Bei Gefühligkeit ist er am nüchternsten: Daniel Behle.

(Foto: Marco Borggreve)

Der Sänger Daniel Behle begeistert bei einem großartigen Liederabend im Münchner Prinzregententheater mit Schuberts "Schwanengesang" und Schumanns "Dichterliebe".

Von Michael Stallknecht

"Liedgesang hat viel mit Geschmack zu tun", hat Daniel Behle einmal in einem Interview gesagt. "Und viele Sänger haben entweder einen anderen Geschmack als ich oder gar keinen." Der 1974 geborene Tenor kann sich so viel Selbstbewusstsein leisten. In den vergangenen Jahren hat er einen rasanten Aufstieg hingelegt, auch im Opernbereich. Dass er sich daneben noch immer der anspruchsvollen, dazu einem kleineren Publikum vorbehaltenen Form des Kunstlieds widmet, ist ihm hoch anzurechnen.

Zwei der bekanntesten Zyklen überhaupt hat er am ...