Juli Zeh über ihr neues Buch Verloren im Wind der Veränderung

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, ist als gesellschaftspolitisch engagierte Juristin und vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin bekannt.

(Foto: Jens Kalaene/dpa)

Juli Zeh über ihren Roman "Unterleuten", die neue Sehnsucht nach dem Landleben und das Epochengefühl der Überforderung

interview Von Antje Weber

Unterleuten ist ein brandenburgisches Dorf mit eigenen Regeln: Probleme klärt man hier selbst, unter Ausschluss der Polizei. Als ein Windpark geplant wird, eskaliert der Streit allerdings. Für die zugezogenen Städter ist dieser eigenwillige Kosmos kaum zu verstehen; die Leser von Juli Zehs neuem großen Gesellschaftsroman "Unterleuten" (Luchterhand) jedoch lernen die Dorfwelt und ihre Abgründe in den wechselnden Perspektiven vieler Figuren ziemlich gut kennen.

SZ: Sie wohnen selbst in einem Dorf in Brandenburg. Redet noch jemand mit Ihnen nach dem Roman? ...