Mit dem Moderator Peter Kloeppel hat sich "RTL aktuell" zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten für die "Tagesschau" entwickelt. Wie geht das?
Mit dem für Nachrichten zuständigen Chefredakteur Peter Kloeppel, 48, als Moderator hat sich RTL aktuell um 18.45 Uhr zu einem Konkurrenten für Tagesschau (nur ARD/ 20 Uhr) und heute (ZDF/19 Uhr) entwickelt. 2007 hat RTL aktuell bisher (zur frühsten Sendezeit) von Montag bis Freitag den höchsten Marktanteil (19 Prozent), die Tagesschau die meisten Zuschauer (durchschnittlich 5,05 Millionen).
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SZ: Herr Kloeppel, was bringt RTL aktuell der Aufbau eines News- und Magazincenters sowie die Gründung einer Nachrichtenagentur? Peter Kloeppel: RTL aktuell profitiert davon, indem wir mehr Geld in Inhalte stecken können, weil wir mit der Agentur auch mehr Erlöse erzielen durch die Weitergabe unserer Inhalte.
SZ: Sie erklären das Informationsangebot von RTL zur "festen Größe" im deutschen Fernsehen. Ihr Klimathemenabend endete neulich damit, dass die von Ihnen aufgestellte These - der Mensch sei gar nicht so sehr verantwortlich am Klimawandel - am Ende nicht mehr haltbar war. Die Öffentlich-Rechtlichen glauben, sie können in der digitalen Zukunft nur als Leuchttürme überleben, die Themen wie den Klimawandel richtig abstrahlen.
Kloeppel: Gerade bei dieser Dokumentation über den "Klimawandel" , die eine provokante These aufstellt, war es notwendig, den Film mit einer Talkrunde einzuordnen. Das haben wir auch gemacht. Wenn dann in der Talkrunde die These in Frage gestellt wird, nehmen wir das in Kauf.
SZ: RTL aktuell hat mit Abstand das jüngste Nachrichtenpublikum. Ist Klimawandel ein "junges" Thema?
Kloeppel: Nein, das Thema interessiert alle Zuschauer, deshalb haben wir es in den vergangenen zwölf Monaten verstärkt behandelt.
SZ: Sie haben auch den höchsten Frauenanteil. Erklärt das den Hang zu weichen Themen?
Kloeppel: Wir haben auch einen hohen Zuspruch älterer Zuschauer. Nur jung funktioniert nicht.
SZ: Wie kann sich RTL aktuell besser platzieren?
Kloeppel: In dem wir in die Lebenswirklichkeit unserer Zuschauer gehen. Einer unserer Reporter lebt gerade vom Geld eines Hartz-IV-Empfängers in Berlin und berichtet täglich über die Betroffenen. Politik ist mehr als die Debatte im Bundestag.
Alexander Kluge, der intellektuelle Schattenspieler des deutschen Kinos und der deutschen Literatur, wird achtzig. Jetzt lesen ...
(SZ vom 20.6.2007)
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@t4: niveau ist keine handcreme, wenn sie schon von Niveau toenen dann wenigstems auf rechtschreibung und Ausdruck achten, ihr Spruch koennte auch die Titelseite der Bild-Zeitung zieren!
Wenn auch die Tagesschau weiterhin die Messlatte fuer serioese Berichterstattung ist, so sollten doch die Verbesserungen und Bemuehungen Herrn Kloeppels respektiert werden!
"Tagesschau" rulez
RTL ist und bleibt ein Tittensender, da ändert auch Herr Kloeppel nichts dran, sorry
die tagesschau ist ein ritual.
kloeppel bedient die krawallos.
weiss er doch selbst.
Ist die Antwort auf die Frage nach dem "höchsten Frauenanteil" wirklich, dass es auch "einen hohen Zuspruch älterer Zuschauer" gibt?
Ich denke, da ist etwas schief gelaufen...
Das kann doch nicht ernst gemeint sein.
Also die öffentlich rechtlichen Sender geben sich ja redlich Mühe, das Niveau ihres Programms dem des Privatfernsehens anzupassen, aber die Tagesschau ist doch noch um Lichtjahre seriöser als jeder News-Klamauk auf irgendeinem Privatsender.