EU-Bürokraten sprechen ungern Deutsch - obwohl es innerhalb Europas die am weitesten verbreitete Muttersprache ist.
Die deutsche Sprache wird in den Institutionen der Europäischen Union (EU) nach wie vor weniger als Englisch und Französisch gesprochen.
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Duden-Buchdeckel (© Foto: dpa)
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Etwa Dreiviertel der Mitarbeiter in den Gremien und Kommissionen bevorzugen Englisch zur Verständigung, wie der Sprachkoordinator Deutsch in der Generaldirektion Übersetzung der EU-Kommission, Reinhard Hoheisel, bei einer Tagung in Berlin sagte. Demnach sprechen rund 15 Prozent der Mitarbeiter lieber Französisch und lediglich 2,8 Prozent lieber Deutsch.
Die Bundesregierung hat es sich deshalb während ihrer EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 zum Ziel gesetzt, die deutsche Sprache in den Institutionen der EU weiter zu fördern.
Immerhin ist Deutsch in der EU mit 83 Millionen Sprechern die verbreitetste Muttersprache und zugleich mit 63 Millionen nichtdeutschen Sprechern die zweitwichtigste Fremdsprache hinter Englisch. Der Auftrag zur Stärkung der deutschen Sprache ist auch Bestandteil des Koalitionsvertrags von SPD und CDU.
(dpa)
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So, so: "EU-Bürokraten sprechen ungern Deutsch." Was, bitte, ist ein EU-Bürokrat? So etwas wie ein Journalisten-Schmierant? Etwas mehr Objektivität, bitte.
Dass Deutsch in Brüssel nicht viel gesprochen wird, ist bekannt. Die Ursachen sind es wohl weniger. Kleiner Tipp: Es hat nichts mit Bevölkerungszahlen zu tun! Es liegt wohl eher daran, dass
- Deutsch keine Weltsprache mehr ist;
- gebildete Deutsche gerne von sich aus in Englisch und Französisch parlieren;
- Deutschland seit Jahren versäumt Deutsche in den europäischen Institutionen unterzubringen;
- die deutsche Presse in EU-Fragen fast ausschliesslich mit dümmlichen Vorurteilen agiert.
Es gibt noch einige andere deutsche Eigenschaften, die uns international nicht gerade beliebt machen. Trotzdem haben bemerkenswert viele Europäer (vor allem in Ost-Europa) gute Deutsch-Kenntnisse. Aber der deutsche Schnösel zieht es eben vor, auf alle anderen herab zu blicken.
Der Anteil der deutschen Muttersprachler in D beträgt ca 75.703.000, in A 7.340.000. Darüber hinaus gibt es deutschsprachige Minderheiten mit deutsch als einer der offiziellen Amtssprachnin folgenden EU-Staaten:e Ca 72.000 in B (Eupen) ca 270.000 in I (Südtirol) und ca 332.000 in L, d.h. ca 83.717.000 mit Deutsch als einer Amtssprache in der EU.
Hinzu kommen noch ca 40% der Einwohner des Elsass 694.000 und 153.000 in Polen d.h 84.5 Mio Bürger der EU sprechen deutsch. Im Ostteil von NL werden verschiedene niederdeutsche und hochdeutsche Mundarten gesprochen. In diesen Ländern ist die Landesprache einzige Amtssprache.
Das sind nur die Sprecher in der EU - die Schweiz ist nicht dabei. Der volle Datensatz ist hier:
http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/ebs/ebs_243_sum_de.pdf
Da muss ich garino Recht geben, das ist unklar dargestellt.
Sind die 83 Millionen jetzt nur die Muttersprachler innerhalb Deutschlands?
Oder die in Deutschland, österreich, Schweiz, Luxemburg, Italien (Südtirol), Frankreich (Elsass, Lothringen) etc zusammen?
Dafür scheint mir 83 Mio. etwas wenig, in Deutschland leben doch allein so viele.
Die als "nichtdeutsche Sprecher" gekennzeichneten kann man aber aber ja nicht den Fremdsprachlern zuschlagen, wenn man da dann die ösis und alle andern auch mitgezählt hätte.
In der Wikipedia findet sich übrigens die Zahl 120 Millionen Muttersprachler, wo hängen die denn dann alle sonst noch rum, ausser in der EU? In Namibia? Pennsylvania?
Natürlich, in Österreich spricht man Österreichisch. Logisch. Klar.