Johannes B. Kerner recycelt sich nicht nur erfolgreich selbst im ZDF, nun trägt er Bio-Make-up und verwandelt seine Show in einen Energiegipfel.
Gerne wird wochentags bei Johannes B. Kerner im ZDF gebeichtet, geheult oder auch gegangen. In der Talkshow der späten Stunde schlägt und blamiert sich jeder, so gut er kann. Der unermüdliche Moderator hat dabei stets ein großes Interesse für Gäste und Kundschaft, jedenfalls sieht es jedes Mal so aus. Und nun, während sein Sender vom CDU-Ministerpräsidenten Roland Koch in eine tiefe Sinnkrise gestürzt wird, macht Kerner in Volksaufklärung, macht auf Energie. Die 1111. Folge Kerner an diesem Donnerstag trägt den Titel: "Die ökologisch verträgliche Sendung".
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Diesmal ökologisch verträglich: Johannes B. Kerner. (© Foto: dpa)
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Natürlich geht es in verdaulichen 65 Minuten um das große Ganze, also um globale Erwärmung, Gletscherschmelze, Klimakatastrophen, Ökostrom und Solarenergie. Sigmar Gabriel wird teilnehmen, der Bundesumweltminister, auch der Tübinger Oberbürgermeister, der den CO2-Ausstoß in seiner Stadt um 70 Prozent reduzieren will, außerdem ein Klimaforscher und ein Herr von der Stiftung Warentest. Es geht ums Sparen und ums Bewahren. Selbstverständlich werden die Studioinsassen vorher mit biologischem Make-up bearbeitet für ihren Auftritt. Kerner kündigt an, biologisch abbaubare Kleidung zu tragen - er selbst recycelt sich längst sehr erfolgreich im Zweiten.
Damit auch jeder merkt, dass es sich um einen etwas anderen Kerner handelt, wird nach zehn Minuten das Studiolicht ausgeschaltet und stattdessen mit Neonlicht weitergefunkt: "ein bislang einzigartiges Experiment im deutschen Fernsehen", behauptet die Redaktion. Da freut man sich schon auf die Proteste der Experimentalfilmer und Low-Budget-Produzenten. Allerdings: Heiligt der Zweck nicht manchmal wirklich die Mittel? 400 000 Watt braucht es, um Kerners Kulisse gewöhnlich auszuleuchten, bei Neonlicht reduziert sich der Aufwand angeblich auf 2000 Watt, das wären 0,5 Prozent oder eine Ersparnis von mehr als 99 Prozent. Eine beeindruckende Quote und ein mutmachendes Beispiel: Vieles von dem, was gesprochen wird in so einer Talkshow des deutschen Fernsehens, hätte nämlich dringend Neonlicht verdient.
Johannes B. Kerner Special: Die ökologisch verträgliche Sendung, ZDF, 23.20 Uhr.
In seinem Roman „Canale Mussolini“ erzählt Antonio Pennachi von der Trockenlegung der pontinischen Sümpfe im italienischen Faschismus. Jetzt lesen ...
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(SZ vom 12.3.2009/irup/rus)
Union debattiert über Familienpolitik
Wie beunruhigend Herr Kerner vergisst beim Zähne putzen schon mal das Wasser
abzudrehen. Das kann er auch weiterhin tun, aber die blass blauen Neon Gesicher der Talkgäste sollten Schule machen, denn so ersparte das ZDF der Umwelt eine Belastung von über 300 Tausend Watt, leider erfuhr man am Ende nicht wieviele s pro Sendung sind und das multipliziert mit 1111 Sendungen. Das gibt es im Internet übrigens einen witzigen Beitrag von Spinwebtv.de # 48 Angela Merkel das Klima und der Müll
was solls, nachdem meine Krankenkassenbeiträge der Gehaltserhöhung von Vorständen dienen , dann kommts auf das Verheizen meiner GEZ-Gebühren für diese Labertasche auch nicht mehr an
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"Die ökologisch verträgliche Sendung".
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Warum sendet man dann nicht einfach ein Testbild? Wäre umweltfreundlicher.
Wurde nicht damals als Instrument der Fortführung eines Angriffskrieges die Verdunkelung eingeführt? Recycling, Energiesparen ...
Kerner qualifiziert sich wohl schon als Bundespräsidentenkandidat der SPD nach Gesine. Sein politisch korrektes Engagement ist beispiellos...