Im Kino: BabysDer Rücken der Dinge

Vier Kinder, die quasi mit der Kamera zur Welt gekommen sind: Was es im Dokumentarfilm "Babys" zu sehen gibt, geht weit über den Niedlichkeitseffekt hinaus.

Vier Kinder, die quasi mit der Kamera zur Welt gekommen sind: Was es im Dokumentarfilm "Babys" zu sehen gibt, geht weit über den Niedlichkeitseffekt hinaus.

Ein tolles Bild, aufregend, abenteuerlich: Eine weite Steppenlandschaft, durch die ein einsames Menschenwesen seinen Weg sucht, im Hintergrund eine Wäscheleine, auf der - Zeichen von Zivilisation, Grenzlandleben - ein paar Hosen und Hemden im Wind flattern, darüber ein Himmel mit gewaltigen, hochgetürmten Wolkenbergen. Bayar heißt der Held dieser Einstellung, ein Mongolenknabe, der neben der elterlichen Jurte tapfer vorankrabbelt - er ist etwa ein Jahr alt.

Text: Fritz Göttler/SZ vom 20.8.2010/Das Foto zeigt Bayar in einer anderen Szene des Films. 

Bild: Kinowelt 20. August 2010, 08:502010-08-20 08:50:03 © sueddeutsche.de/kar