Schwule und Lesben seien eine Gefahr für die Existenz der Nation, wetterte die Abgeordnete Inese Šlesere. "Für Letten gibt es kaum einen schlimmeren Vorwurf'', sagt die Zeithistorikerin Katja Wezel, die über das Thema forscht. "Es bedeutet eine Gleichsetzung mit den russischen Besatzern, die Tausende Letten deportierten.''
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Auch die Kirchen schüren die Furcht vor dem Verschwinden der Familien und ließen im Sommer 2006 ein 40-seitiges Pamphlet mit dem Titel "Sodomisten ohne Maske" verteilen. Darin wird pseudowissenschaftlich berichtet, dass Schwule wegen ihres Drogenkonsums mehr Verkehrsunfälle verursachen und oft in der Kindheit missbraucht wurde. Immer wieder wird betont, dass die "Krankheit'' durch den richtigen Glauben geheilt werden könne.
Anfang Mai meldete sich der katholische Erzbischof von Riga zu Wort. Kardinal Janis Pujats rief die Letten in einem offenen Brief dazu auf, am 3. Juni auf die Straßen zu gehen und das Recht der Familie und die christlichen Werte zu verteidigen: "Wenn sich tausend sexuell verrückte Leute auf dem Domplatz versammeln, sollten mindestens 40.000 bis 50.000 Menschen ihren Protest zeigen."
Zudem fordert der Kardinal ein Referendum über gleichgeschlechtliche Partnerschaften.
Verschwörung des Westens
Den aktiven Protest organisiert Igors Maslakovs' Verein No Pride. Vor knapp zwei Jahren kündigte der unscheinbare Mittdreißiger seinen Job und betreibt seitdem eine Website, mit der er "über die Hintergründe des Homosexualismus aufklären" will - in lettischer, russischer und englischer Sprache. Wer seine Arbeit finanziert, verrät er nicht, doch er deutet an, dass Geld kein großes Problem sei.
Anfangs erklärt Maslakovs, dass er nichts gegen Homosexuelle habe, solange sie sich nicht öffentlich zeigten. Ein Bekannter sei selbst schwul. Doch die Mehrheit der Letten sei gegen solche Umzüge. Ministerpräsident Aigars Kalvitis, der sonst keine Kontakte zu No Pride hat, äußerte sich ähnlich: Die Regierung könne nicht zulassen, dass offen für einen Lebensstil geworben werde, den die Mehrheit als unanständig ansehe.
Ähnlich wie die "Liga der Polnischen Familien" fürchtet No Pride, dass Homosexuelle in den Schulen "für ihren Lebensstil werben und Kinder verführen".
Maslakovs wittert eine Verschwörung des Westens: Die Open Society-Stiftung von George Soros zahle Millionen an die Schwulenverbände und alle Mozaika-Mitglieder seien Ausländer - ein Argument, das darauf abzielt, dass Linda Freimane als Kind von Exilletten in Schweden geboren wurde und dort studierte. Laut Maslakovs will die EU Homosexualität zur Norm machen und deshalb sollte Lettland schleunigst wieder austreten.
Beobachter wie die Journalistin Sanita Jemberga von der Tageszeitung Diena betrachten die Homophobie der Letten als Furcht vor allem Andersartigen. Sie fürchtet, dass sich die Spannungen verstärken werden, wenn die rasant wachsende Volkswirtschaft nicht nur Arbeitskräfte aus Weißrussland oder Ukraine, sondern aus Südostasien anzieht.
Im Januar verprügelten Skinheads zwei Asylbewerber aus Somalia mitten in der Altstadt. Auch den Touristen, die mit den Billigfliegern immer zahlreicher kommen, stehen viele skeptisch gegenüber.
Die Fronten scheinen verhärtet. Bei Mozaika betont man zwar, dass sich die Situation seit der Wahl im Herbst 2006 beruhigt habe und die Zusammenarbeit mit einigen Ministerien funktioniere. Doch noch immer hat sich kein Prominenter aus Politik oder dem Showbusiness geoutet oder seine Unterstützung für den Umzug erklärt. Die Parade am 3. Juni wurde nun genehmigt.
Dass die Gegner Aktionen wie Sitzblockaden angekündigt haben, wird eher verdrängt. Nur kurz habe man überlegt, die Parade abzusagen, sagt Linda Freimane: "Wir sind uns einig, dass die anderen gewinnen, wenn wir aufhören. Es ist naiv, anzunehmen, dass wir drei oder fünf Jahre warten müssen und dann wird alles friedlich sein."
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(SZ vom 30.05.2007)
Abholzungen im Amazonas-Gebiet
""Werden die lettischen Päderasten von Briten und Ryanair gesponsert?"
Da haben wir es wieder, Homosexuelle werden mal gleich in die Nähe von Kinderschändern gestellt, wie der D.rogenvernebelte Herr Daum das kürzlich in Deutschland, wenn auch einwenig verschatelter, von sich gegeben hat.
da stelle ich mir doch die Frage: sind diese Leute von ihrer Religion vernebelt. liegt es an der Erziehung, oder sind sie einfach nur dumm???
Erbärmlich!
... dann sind sich sogar die sonst wie Hund und Katz verstrittenen Baltikumstaaten und Russland einig. Schön, dass es noch Völkerverbindendes gibt :-)
zeichnet sich eine humane Zivilgesellschaft dadurch aus, daß Sie hetero- bi- oder homo-
sexuellen Menschen die selbe Würde zuspricht. Die künstlichen Gräben wurden zugeschüttet, die sexuelle Orientierung stellt keinerlei Trennung, Begünstigung oder
Bevorteilung dar. Alle Menschen werden gleichermaßen integriert, dubiose Milieus,
Erpressung, Kriminalität in diesem Zusammenhang gibt es nicht mehr. Schwule Menschen
können wie alle anderen auch hohe und höchste ämter im Staat bekleiden.
Das ist ein hohes Niveau einer Zivilgesellschaft.
Ausgrenzung, Hass, Kriminalität, Erpressung , verdeckte Prostitution, Gewalt, daß ist
die Sprache unserer unterentwickelten Nachbarn und der Kartoffelzwillinge in Polen
die noch bei der Mutti wohnen.
"woraus schließen sie, daß schwulsein nicht hip wäre, wenn schon der neueste dsds star schwul sein muß, wenn schon jeder promi mindestens einen schwulen kennen muß, wenn schon herr wowereit mit seinem schwulsein kokettieren muß? usw.usf."
Die Frage muss umgekehrt laufen, denn woraus schließt du, das Homosexualität hip wäre? Weil ein paar B-Promis so tun? Zwischem Schwulsein und wirklicher Homosexualität liegen im übrigen auch noch Unterschiede. Ich mime auch gerne mal den Schwulen, einfach als Komik an der Sache. Bin ich deswegen Homosexuell? Merkst du eigentlich, wie pauschalisierend und einfach deine Meinung und deine Gedanken gestrickt sind? Nur weil du hier ein paar typische Klischees wiedergibst, spricht das noch lange nicht für die reelen Verhältnisse. Scheinbar ist hier nur Jemand auf die mediale Show hereingefallen. Das was du vorhin ablehntest und kritisiertest, gibts du nun selbst wieder.
"es geht ja mittlerweile nicht mehr um den status des anerkannten abweichlertums sondern um herrschaft. man spricht ja bereits voin einer ahndung der homophobie, die also dann unter strafe stehen soll, wie antisemitismus und rassismus."
Ach, ist die Ablehnung und die Durchsetzung grundgesetzlicher Prinzipien nun plötzlich eine Form von Herrschaft im negativen Sinne? Interessante These...
"die homophilie stellt eines der symptome des verfalls und des sinnverlusts einer ganzen gesellschaft dar. ein volk, in dem homosexualität verherrlicht wird, ist wie schon spengler, evola und andere wußten, in der endphase der zivilisation, des niedergangs."
Den Abschnitt lasse ich mal so stehen... damit auch jeder nocheinmal deine niedere Geisteshaltung bewundern kann. Homosexualität kann man weder verbieten, noch unterbinden. Zumindest nicht in einer freiheitlich, demokratischen Idee. Wozu auch? Deine These ist weder bis jetzt belegt, noch wird sie bis dato belegbar sein. Du wirst ein kleines Lichtchen bleiben, das voller Hass von seinen eigenen Defiziten ablenken möchte. Der Sündenpfuhl sind die Homosexuellen. Nichts Neues. Woanders waren es die Juden, wieder woanders die Gottlosen und noch woanders die Fetischisten. Ureigene Triebe und menschliche Eigenschaften lassen sich nicht einfach so abschalten. Aber das wirst du Kleingeist sowieso nie verstehen. Aber was soll es, lassen wir dich im Glauben... während tausend wichtigere Themen diese Republik ersch&
hören sie ihrem gelaber eigentlich zu? und hören sie anderen eigentlich zu?
woraus schließen sie, daß schwulsein nicht hip wäre, wenn schon der neueste dsds star schwul sein muß, wenn schon jeder promi mindestens einen schwulen kennen muß, wenn schon herr wowereit mit seinem schwulsein kokettieren muß? usw.usf.
es geht ja mittlerweile nicht mehr um den status des anerkannten abweichlertums sondern um herrschaft. man spricht ja bereits voin einer ahndung der homophobie, die also dann unter strafe stehen soll, wie antisemitismus und rassismus.
die homophilie stellt eines der symptome des verfalls und des sinnverlusts einer ganzen gesellschaft dar. ein volk, in dem homosexualität verherrlicht wird, ist wie schon spengler, evola und andere wußten, in der endphase der zivilisation, des niedergangs.
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