Hip-Hop- und Rock-Newcomer 2013 Left Boy

Es ist wohl sehr angenehm, wenn dein Vater ein bekannter Chansonnier, Aktionskünstler, Schauspieler und was nicht alles ist, und das nötige Kleingeld hat, um dich nach New York zu schicken, damit du dich dort künstlerisch entfalten kannst. Vielleicht wusste André Heller, dass sein Sohn Ferdinand Sarnitz diese Chance nicht in den Sand setzen wird. Denn sein Sprössling hat sich letztes Jahr als Left Boy einen Namen als Rapper gemacht. Dabei nimmt der Österreicher, wie sein Vater, alles selbst in die Hand, von den Beats, über die Texte, bis zu den Videos.

Die Songs funktionieren folgendermaßen: Left Boy sampelt die Melodie eines Popsongs, legt einen knarzenden Synthesizer drunter und rappt auf Englisch über die Probleme, die ein reicher Bengel nun mal hat. Es gibt wohl ziemlich viele solcher reichen Artgenossen, die diese Art von dekadentem HipHop gerne haben. Vor allem in Deutschland und Österreich. Denn hier gab es einen selten dagewesenen Sturm auf die Konzertkarten. Wohlbemerkt: Left Boy rappt erst seit zwei Jahren, das auf Englisch und ohne Plattenfirma im Rücken.