Grafikdesign Protest!

(Foto: Will Tenney, 1970)

Eine Ausstellung im Museum für Gestaltung in Zürich erinnert daran, wie sexy Protest aussehen kann - mit etwa 300 Protestplakaten aus der ganzen Welt. Der Blick zurück lohnt sich, denn es muss wieder viel protestiert werden.

Von Laura Weissmüller

Gerade liefert die Welt ja genügend Gründe, für oder gegen die es sich zu protestieren lohnt. Selbst wenn man den Trump-Irrsinn mal außer Acht lässt, fallen einem noch eine Menge Missstände ein, quasi für jeden Wochentag einen: der Mietwahnsinn in immer mehr Städten zum Beispiel. Oder die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern im gleichen Job. Oder auch die systematische Versieglung von Böden für Bauprojekte, die keine Zukunft haben. Nur: Irgendwie war der Protest schon mal besser darin, sich selbst zu vermarkten, seine visuellen Strategien sind derzeit eher mäßig überzeugend. Wie er auch optisch knallen kann, zeigt ab nächster Woche eine Ausstellung im Museum für Gestaltung in Zürich - mit etwa 300 Protestplakaten aus der ganzen Welt. Der Blick zurück lohnt sich, schließlich geht es um unsere Zukunft.