Interview: J. Willms

Raymond Danon hat mit Romy Schneider gedreht, war ihr ein Freund - und verfilmt nun ihr Leben, mit Yvonne Catterfeld.

SZ: Ist das nicht ein etwas seltsamer Gedanke, einen Film über eine sehr bekannte Schauspielerin zu machen?

Romy Schneider, dpa

Raymond Danon über Romy Scheider: "Ich habe sie sehr gemocht." (© Foto: dpa)

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Danon: Nun, wissen Sie, ich habe Romy Schneider sehr gut gekannt. Ich war von ihrem Können überzeugt, weshalb ich in langen Diskussionen Claude Sautet erst davon überzeugen musste, ihr die Hauptrolle in dem Film "Die Dinge des Lebens" zu geben. Es war dann Sautet, der Romy Schneider den letzten Schliff als Schauspielerin gab, der sie dazu brachte, in einer tieferen Stimmlage zu sprechen, und sie als moderne, vielschichtige Frau besetzte. Und es war auch durch mich, dass sie ihren Mann, Daniel Biasini, kennenlernte. Ich habe sie sehr gemocht.

SZ: Was war für Sie der konkrete Anstoß zu diesem Projekt?

Danon: Ich will mit diesem Film der Öffentlichkeit zunächst ein wahres Bild von Romy Schneider geben. Wissen Sie, man hat über sie sehr viel gesagt oder geschrieben, und das hat alles dazu beigetragen, dass ihr wahres Wesen eher verdunkelt ist. Dieser Film will zeigen, wer Romy Schneider jenseits des Mythos, der ihren Namen trägt, wirklich war.

SZ: Eine Schwierigkeit war es sicher, die Einwilligung ihres Mannes und ihrer Tochter Sarah zu bekommen.

Danon: Das war in der Tat sehr, sehr schwierig, denn trotz der Freundschaft, die mich mit Daniel und Sarah verbindet, war es ein schönes Stück Arbeit, denn ich musste mit beiden das Drehbuch Seite für Seite durchackern, um jede Missverständlichkeit auszuschließen.

SZ: Also haben Sie gemeinsam den Text des Drehbuchs abgenommen?

Danon: Ja, wir haben nach intensiver gemeinsamer Arbeit das Drehbuch abgesegnet.

SZ: Was darf man sich nun erwarten? Ein Melodrama oder einen Dokumentarfilm?

Danon: Nein, auf keinen Fall einen Dokumentarfilm. Was ich will, ist ein Film über sie, der die breite Öffentlichkeit interessiert.

SZ: Diese Absicht sehen Sie auch durch die junge deutsche Schauspielerin Yvonne Catterfeld erfüllt, die im Film die Rolle der Romy Schneider spielen wird?

Danon: Ich habe mit vielen Schauspielerinnen ein Casting gemacht und mich dann für Yvonne Catterfeld entschieden, denn sie hat sehr viel Ähnlichkeit mit Romy. Ich habe dann Probeaufnahmen von ihr auch Daniel Biasini gezeigt, und der war von ihr, ihrer Art zu sprechen und sich zu bewegen, so frappiert, dass er geradezu eine Gänsehaut bekam.

Lesen Sie auf der zweiten Seite, welche Erinnerungen Danon an die letzte Produktion Romy Schneiders hat.

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