Georg-Büchner-Preis für Reinhard Jirgl Sinnliche Anschaulichkeit

Der Georg-Büchner-Preis 2010 geht an den Berliner Schriftsteller Reinhard Jirgl. Die Jury lobt sein Romanwerk als eindringliches Panorama der deutschen Geschichte. Der Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland.

Der Georg-Büchner-Preis 2010 geht an den 57-jährigen Schriftsteller Reinhard Jirgl aus Berlin. Der mit 40.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland.

Bekommt den Georg-Büchner-Preis verliehen: der Berliner Autor Reinhard Jirgl.

(Foto: dpa)

Jirgl habe in seinem Romanwerk "von epischer Fülle und sinnlicher Anschaulichkeit ein eindringliches, oft verstörend suggestives Panorama der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert entfaltet", heißt es in der Begründung. Dabei lasse er die historischen Umbrüche aus unterschiedlichsten Perspektiven alltäglichen Erlebens gegenwärtig werden und mache so zuletzt in den großen Romanen Die Unvollendeten und Die Stille die Stimmen der Vergessenen und Verschütteten wieder hörbar. Von Katastrophen, Kriegen und Vertreibungen erzähle er mit Sensibilität und Leidenschaft.

Der Preis wird Jirgl am 23. Oktober in Darmstadt verliehen.

Den Georg-Büchner-Preis haben in den vergangenen zehn Jahren folgende Schriftsteller erhalten:

2009 Walter Kappacher

2008 Josef Winkler

2007 Martin Mosebach

2006 Oskar Pastior

2005 Brigitte Kronauer

2004 Wilhelm Genazino

2003 Alexander Kluge

2002 Wolfgang Hilbig

2001 Friederike Mayröcker

2000 Volker Braun