Frida Kahlo Vermächtnis einer Aufsässigen

Roter Mund, dunkle Augen, Hochfrisur - die Markenzeichen der Frida Kahlo.

(Foto: Nickolas Muray)

Die Malerin Frida Kahlo wird als Schmerzensmadonna gesehen, die sich an körperlicher Pein und ihrer stürmischen Ehe abarbeitete. Doch die Frau hinter dem Werk ist sehr viel widersprüchlicher.

Von Anne Goebel

Am 30. Juli 1958 wird in Coyoacán das Frida-Kahlo-Museum eröffnet, natürlich in Anwesenheit der Künstlerin. Sie ist zu diesem Zeitpunkt bereits vier Jahre tot, aber was heißt das schon? Man drapiert ihre Asche in einem Sack auf ein Sofa, platziert die Totenmaske ans obere Ende, bedeckt von einem traditionellen Fransentuch, und umkränzt die Erscheinung mit einer mexikanischen Blumengirlande. Das Fest kann beginnen.

Die Malerin hätte Gefallen gefunden an der Szenerie, sie mochte das Makabre. Vor allem vollendet die gespenstische Wiederkehr ...