Jetzt geht's rund: Nach den Kontroversen rund um die weltgrößte Buchmesse werden weitere Eklats erwartet, denn in Frankfurt treten viele chinesische Regimekritiker auf.
Die diesjährige Buchmesse in Frankfurt ist am Dienstag eröffnet worden. Sie ist mit mehr als 400 000 Büchern aus gut 100 Ländern, 124 000 Neuerscheinungen und mehr als 180 000 Fachbesuchern die größte Buchmesse der Welt.
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Die diesjährige Buchmesse in Frankfurt dreht sich vornehmlich um das Gastland China. (© Foto: afp)
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Allerdings ging dem alljährlichen Branchentreffen der Verlage, Agenten und Autoren noch nie eine solche Welle der Kontroversen voraus. Denn Gastland ist China, Partner der Buchmesse ist das chinesische Amt für Presse und Veröffentlichungen (Gapp), das als Zensurbehörde berüchtigt ist.
Gapp hatte schon vor der Eröffnung unliebsamen Autoren Reiseverbote erteilt und der Buchmessenleitung deutlich gemacht, dass es Dissidenten aus dem nichtchinesischen Ausland nicht auf seinen Veranstaltungen dulde. Nachdem die Buchmesse auf Druck von Gapp die Autoren Bei Ling und Dai Qing wieder ausgeladen hatte, begann eine Serie der Eklats.
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Anders als Jürgen Boos, der Geschäftsführer der Buchmesse, es auf der einleitenden Pressekonferenz darstellte, gab es dabei nicht nur Diskussionen darüber, "ob die Buchmesse mit einem so heiklen Gast wie China denn die richtige Entscheidung getroffen hat". Es wurde vor allem kritisiert, wie die Buchmesse mit dem Druck aus Peking umging. Als die beiden Autoren am 12. September trotzdem anreisten und die Bühne betraten, verließ die chinesische Delegation so lange den Saal, bis sich Boos bei ihr entschuldigt hatte.
Weitere Eklats werden nun in den nächsten fünf Tagen der Messe erwartet. Etwa 100 chinesische Schriftsteller, die meisten von ihnen Parteimitglieder, durften offiziell aus der Volksrepublik anreisen. Mindestens ebenso viele regimekritische Exilautoren werden eigene Lesungen veranstalten. Auch Aktivisten von Menschenrechtsgruppen verteilten schon am ersten Tag Flugblätter für ihre Gegenveranstaltungen.
Wichtigstes Branchenthema der Messe ist dagegen die Digitalisierung. Technische Neuerungen wie das E-Book und die damit einhergehenden Urheberrechtsfragen werden auf Podiumsdiskussionen debattiert. Der spanische Verleger Jesús Badenes schlug dazu auf der Pressekonferenz am Eröffnungstag einen scharfen Ton an. So bezeichnete er Googles Digitalisierungsprojekt als "umfassenden Akt der Piraterie".
Trotz der vielbeschworenen Bedrohung durch die neuen Medien trotzt die Buchbranche der Wirtschaftskrise. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurde ein Umsatzplus von 2,8 Prozent erwirtschaftet, wie der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, zur Eröffnung der Messe erklärte.
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(SZ vom 14.10.2009/rus)
Endgültiger DFB-Kader für EM
Ein Gastgeber hat ein Gast zum Essen eingeladen. Der Gast hat Millionon Euros für das Essen bezahlt und denn kündiget der Gastgeber an, dass der Gast beim Essen viele viele Kritik akzeptieren muss. Der Gast will nicht und denn sagt der Gastgeber:"Das ist völlig schuld vom Gast!! Wir sind zum 100% richtig!"
Als ein Chinese verstehe ich nicht, wieso Deutschland solche Rolle spielen möchte. Wieso sehen die Deutschen sich als Lehrer und China als student. Wieso muss China für diese dumme Vorlesung bezahlen. Ich würde unserer Regierung vorschlagen "Do not come to Germany, keep away from these arrogant guys!"
Deutschland, als ein Loser in der Vergangenheit, soll immer Ruhe bleiben. Aber nach 30 Jahre Ruhe, würden die Deutschen ihre Stimme zur Welt zeigen. Aber wen kümmert es?
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Wo kann man eigentlich "Regimekritiker" lernen? Ist das ein Ausbildungsberuf? Ist ein Chinese nur dann interessant, wenn er "Regimekritiker" ist? Wussten Sie, dass es in Shanghai schon eine Bar mit dem Namen "Dissident" gibt? So verpopt ist das ganze schon. Man muss nur sagen: China ist böse. Schon ist man Regimekritiker und die (westl.) Presse hört einem zu. Wo wird über die Literatur/Lyrik/Poesie Chinas geschrieben? Ist die Buchmesse eine Art Reichstag für gefrucktes geworden?
Ich kapiers nicht. Kritik an China hin und her, aber es wird immer langweiliger. So langweilig, dass man "Regimekritiker" in China selbst schon als Comedy veralbert. Eine alte ma wurde kürzlich in Peking beim Straßeüberqueren angerempelt. So weit ist schon das chinesische Regime mit seiner Terrorherrschaft vorgedrungen. Ich frage mich manchmal, ob das alles ernst gemeint ist hier im "Westen" mit den Menschenrechten. Wenn der Welt das Riesenreich China in autonome Regionen zerfallen um die Ohren fliegt, habe ich Zweifel, dass unsere westlichen Menschenrechte für 100erte (ja, 100erte!) Millionen Flüchtlinge in einem sehr wahrscheinlichen Bürgerkrieg in China ausreichen. Dann bekommt jede europäische Menschenrechtsunbedenkliche Familie ihren persönlichen Flüchtling. Hätte ja auch sein gutes: Man könnte sich mal richtig schön regimekritisch austauschen.