Erfolgreiche Buchserie Harry Potter und die unentschlossene Autorin

Joanne K. Rowling ist mit ihren sieben Harry-Potter-Büchern reicher geworden als die Queen. Nun denkt die britische Autorin in einem Interview über einen achten Band nach: Steigt Harry wieder auf den Besen?

Eigentlich lässt der finale siebte Harry-Potter-Band ziemlich wenig Spielraum für eine Fortsetzung: Lord Voldemort ist vernichtet und Harry, so erfährt der Leser, lebt nach seiner turbulenten Jugend ein ziemlich spießiges Erwachsenenzaubererleben. Doch nun überrascht Harry-Potter-Erfinderin Joanne K. Rowling mit der Aussage, sie schließe eine Fortsetzung ihrer eigentlich abgeschlossenen Buchserie nicht mehr aus.

Harry Potter

2007 hat Joanne K. Rowling den letzten Harry-Potter-Roman vollendet. Nun sagte sie dazu in einem Interview mit US-Talkerin Oprah Winfrey: "Es war auch ein Verlust."

"Ich könnte auf jeden Fall ein achtes, neuntes oder zehntes schreiben", sagte Rowling in einem Interview mit US-Talkerin Oprah Winfrey. Sie sei zwar stolz gewesen, als sie das siebte, lange als Abschluss geplante Buch beendete hatte. "Aber es war auch ein Verlust."

Die Engländerin hatte 2007 in Edinburgh ihren letzten Harry-Potter-Roman vollendet. Seitdem wurde immer wieder über eine Fortsetzung spekuliert. "Ich werde nicht sagen, dass ich es nicht tue", sagte die 45-Jährige jetzt in dem in Edinburgh aufgenommenen Gespräch mit der amerikanischen Talkshow-Königin. "Ich glaube nicht, dass ich es tun werde. Ich habe das Gefühl, dass ich damit durch bin. Aber man weiß ja nie."

Rowling, die einmal von Sozialhilfe gelebt hat, gilt als eine der reichsten Frauen Großbritanniens. Sie hat nicht nur mit ihren Harry-Potter-Büchern, sondern auch kräftig mit den Filmrechten daran verdient. Ihr Vermögen wird auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt.

Bevor ihr Buch zum Welterfolg wurde, sei das Manuskript immer wieder von Verlagen zurückgeschickt worden. "Es war wie ein Bumerang", sagte Rowling. Wann immer sie es wegschickt habe, sei es zurückgekommen - mit einer Absage. Sie habe aber stets an die Geschichte geglaubt und es weiter versucht.

Die Engländerin sprach auch über das Thema Krankheit und Tod: So habe sie Depressionen gehabt; der Tod ihrer Mutter sei entscheidend gewesen. "Ihr Tod ist praktisch auf jeder Seite der Harry-Potter- Bücher. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass es Harry Potter ohne ihren Tod nicht gäbe." Anne Rowling war 1990 mit 45 Jahren an Multipler Sklerose gestorben.