Filmstarts der WocheWelche Filme sich lohnen und welche nicht

In "American Assassin" verwandelt sich Dylan O'Brien in eine Art Hardcore-Karate-Kid und "Schumanns Bargespräche" um den Barkeeper-Guru Charles Schumann überzeugt auch im nüchternen Zustand.

Von den SZ-Kinokritikern

American Assassin

Nach einem Terroranschlag, bei dem seine Verlobte getötet wird, radikalisiert sich Mitch Rapp zum Anti-Islamisten. Dabei ist er so leidenschaftlich, dass ihn die CIA als Terroristenjäger rekrutiert. Im Wald wird er von einem alten Haudegen (Michael Keaton) zu einer Art Hardcore-Karate-Kid mit Waffen ausgebildet. Das ist auch nötig, denn sein Feind hat dasselbe Training durchgemacht. Die Vorgeschichte zu Vince Flynns Romanreihe ist eine gnadenlose Agentenjagd um den halben Globus. Homeland-Regisseur Michael Cuesta gibt in der zweiten Hälfte die interessante Idee der umgekehrten Radikalisierung zu Gunsten eines brutalen Actionfilms vom Reißbrett auf. Trotzdem spannend. Von Nicolas Freund

Bild: dpa 12. Oktober 2017, 14:072017-10-12 14:07:23 © Süddeutsche Zeitung vom 12.10.2017