So sieht man aus, wenn man eine Nacht lang zur Musik von DJ Hell getanzt und dazu die besten Demos gesehen hat. Was Demos sind? Die besten gibt es hier.
Demos sind computeranimierte Filme mit mitreißender Musik und atemberaubenden Effekten. Sie heißen so, weil Szenegruppen damit ihr gesamtes Können demonstrieren.
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Demos laufen in Echtzeit ab, werden also im Vergleich zu Filmen live auf dem Computer berechnet und nicht nur abgespielt. So wird auch moderner Computerhardware das Äußerste abverlangt. Die Programmierung ist Teamwork.
Für jeden Bereich gibt es Spezialisten, die ihre Arbeit in das Gesamtwerk einbringen. Oft kommen die einzelnen Gruppenmitglieder aus verschiedenen Ländern. So ist es nicht ungewöhnlich, wenn die Grafik einer Demo aus Deutschland kommt, die Musik dazu aus Schweden und die 3D-Effekte aus Kanada.
Die Szene steht im Rampenlicht. Doch ihre Geschichte reicht bis in die frühen 80er-Jahre zurück. Damals gab es noch keine Gigahertz-Rechner und 3D-Grafikkarten: der Commodore 64 war gerade herausgekommen. Angefangen hatte es mit Raubkopien. Damit jeder wusste, wer bei einem Spiel zuerst den Kopierschutz entfernt hatte, schalteten die Raubkopierer kurze Intros vor die Spiele. Um zu imponieren, musste das Intro gut aussehen. Und das tat es denn auch - oft sogar besser als die raubkopierten Programme.
Die Szene hat mit der Entwicklung der Computer Schritt gehalten. Längst gibt es auch Demos auf Spielekonsolen, auf Gameboys und sogar auf Handies. Auf den Szeneparties, wie kürzlich in München, kommen die Gruppen zusammen.
Man trifft sich, feiert und wählt die besten Arbeiten. Neue Techniken werden ausgetauscht, Kontakte geknüpft. Oft reisen Szener über Tausende Kilometer an, um bei solchen Parties dabei zu sein. Die dauern meist mehrere Tage lang - viel Schlaf bekommt da niemand.
Wir zeigen die Demos, mit denen fünf Teams an der "Intel Demo Trailer Competition" teilnahmen. Zu exklusiven Tracks von DJ Hell produzierten sie 30-sekündige Filme. Die Gruppe Fairlight wurde zum Sieger gekürt.
(sueddeutsche.de/digitalekultur.org)
Voreiliges Buch "Der Pott ist dahoam"