Wie Kurt Beck exklusiv von Ruanda in die "BamS" kam und was die Presseschar dabei konkret auf die Palme brachte.
Der Tiervergleich als solcher ist aus guten Gründen verpönt, weshalb man diese Nachricht einfach mal so stehen lassen sollte: Kurt Beck hat sich am Freitag mit ein paar Gorillas fotografieren lassen. Interessanter ist ohnehin, wie eines der Fotos in die Bild am Sonntag gelangte.
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Das Bild von Kurt Beck mit Gorilla können wir leider nicht zeigen, da es exklusiv an die "BamS" verkauft wurde. Stattdessen: Schmollender Gorilla. (© Foto: ap)
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Beck war nach Ruanda gereist, um als Ministerpräsident das 25. Jubiläum der Partnerschaft mit Rheinland-Pfalz zu feiern. Am Freitag machte sich ein kleiner Teil der Delegation zum Reservat der Berggorillas auf, in Ruanda die Hauptattraktion für Touristen. Es handele sich um einen privaten Besuch auf Einladung der ruandischen Regierung, hieß es dazu. Die Presse war nicht dabei, auch offizielle Fotos sollte es nicht geben.
Im Auftrag der Landesregierung
Allerdings gehörte zum Gorillatross ein Fotograf, der im Auftrag der Landesregierung die gesamte Ruanda-Reise im Bild festhielt. Und die Gorilla-Fotos dann exklusiv an die BamS verkaufte, was zuvor abgesprochen war. Die übrige Presseschar war empört, vor allem ein dpa-Fotograf, der kein Bild bekam. Das Angebot, am Sonntag eines nachgeliefert zu bekommen, lehnte die dpa dann ab. In der Landesregierung hieß es, außer der BamS habe eben niemand rechtzeitig angefragt.
So weit ein normales Geschäft. Nicht ganz so normal ist vielleicht, dass der Gorilla-Fotograf, im selben SPD-Ortsverein wie der für die Partnerschaft zuständige Innen-Staatssekretär Roger Lewentz, auf Kosten der SPD-Landesregierung nach Ruanda gereist war. Dass er von dort gegen ein Exklusivhonorar Bilder an die BamS lieferte. Und dass die Landesregierung auch auf dpa-Bitten nicht bereit war, die Exklusivität aufzuheben. Aber das sollte man wohl ebenfalls einfach mal so stehen lassen.
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(SZ vom 11.6.2007)
Bilder des Tages
... warum lassen sich Kurt Beck, Angela Merkel, Oskar Lafontaine & Co. nicht gleich auf die Gehaltsliste des Springer-Konzerns setzen? Das würde nicht nur den Haushalt der Bundesrepublik Deutschland entlasten, sondern Le Fleurs du Mal endlich auch in aller öffentlichkeit blühen lassen.