Event Muse(e)nküsse

Das Brandhorst-Museum ist schon seiner Fassade wegen ein Anziehungspunkt beim Kunstareal-Fest.

(Foto: Johannes Simon)

Die Pläne zum Kunstareal-Fest im Juni

Museen, Galerien und Hochschulen wollen beim dritten Kunstareal-Fest den Besuchern "Denkanstöße" geben. "Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, des sozialgesellschaftlichen und des bildungspolitischen. Es ist wichtig, hier Stellung zu beziehen und Ideen einzubringen", sagte die Direktorin der Neuen Sammlung, Angelika Nollert, bei der Vorstellung des Programms am Freitag in München.

Das Fest findet am 24. und 25. Juni statt. Beteiligt sind namhafte Häuser wie die Pinakotheken, das Museum Brandhorst, die Akademie der Bildenden Künste oder die Hochschule für Fernsehen und Film (HFF). Bei freiem Eintritt können Interessierte die Museen besichtigen, Aufführungen, Konzerte oder Vorträge erleben oder an Workshops teilnehmen. Im Lenbachhaus erwartet die Besucher etwa die Klanginstallation "Symphony 80" des Künstlers Ari Benjamin Meyers mit Musikern des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Die Neue Sammlung präsentiert zwei Entwürfe für mobile Lebensräume. Und die Technische Universität lässt humanoide Roboter auftreten, die tanzen und Fußballspielen können.

130 Veranstaltungen werden an den beiden Tagen an 32 Orten angeboten, darunter Führungen in Sprachen wie Englisch oder Italienisch und erstmals auch in Türkisch und Chinesisch. An Gehörlose richtet sich die Führung in Gebärdensprache. Erstmals richten sich die Institutionen mit dem "Jungen Programm" noch stärker an Kinder und Jugendliche.

Mehr als 90 000 Besucher hätten bei den ersten beiden Festen teilgenommen, wie die Veranstalter mitteilten. Das Fest ist eine Initiative des "Förderkreis Kunstareal" - dreizehn Freundeskreise, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Kunstareal sichtbar und für Bewohner wie Besucher intensiver erlebbar zu machen. Mehr Informationen und das vollständige Programm gibt es im Netz unter kunstareal.de/kunstareal-fest.