Die gefeierte Geschichte über das Schicksal einer jungen Deutschtürkin hat auch in Barcelona Publikum und Kritiker begeistert. Der deutsche Film von Faith Akin heimste die Auszeichnungen bester europäischer Film und den Publikumspreis als bester Regisseur ein. Auch Daniel Brühl ging nicht ohne Preis nach Haus.

Damit hat zum zweiten Mal hintereinander ein deutscher Streifen den "europäischen Oscar" nach "Good bye, Lenin!" im vergangenen Jahr errungen.

Gegen die Wand, Reuters

Die Hauptdarstellerin Sibel Kekilli und Regisseur Faith Akin freuen sich über den Erfolg ihres Films. (© Foto: Reutesr)

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"Gegen die Wand" schlug bei der Galaveranstaltung der Europäischen Filmakademie - der ersten seit der Erweiterung der Europäischen Union - Mitkonkurrenten wie "La Mala Educación" von dem Spanier Pedro Almodóvar, den Venedig-Sieger "Vera Drake" des britischen Regisseurs Mike Leigh und den französischen Publikumserfolg "Les Choristes" (Die Kinder des Monsieur Mathieu) von Christophe Barratier aus dem Rennen, der allerdings für Bruno Coulais den Preis für den Europäischen Komponisten 2004 erhielt.

Brühl als bester Schauspieler gewählt

Daniel Brühl gewann den Publikumspreis als bester europäischer Schauspieler für seine Rolle in dem Film "Was nützt die Liebe in Gedanken", Lieblingsdarstellerin bei dieser Publikumsumfrage wurde Penélope Cruz für "Non Ti Muovere/Don't Move" (Italien).

Akin bedankte sich bei der Preisverleihung noch einmal bei seinem Filmteam, dessen Arbeit den Erfolg ermöglicht habe. Seine gefeierte Geschichte über das Schicksal einer jungen Deutschtürkin, die mit einer stürmischen Liebesgeschichte ihrem konservativen Elternhaus zu entfliehen versucht, hatte zuvor bereits den Deutschen Filmpreis und bei der Berlinale den Goldenen Bären gewonnen.

Als beste europäische Schauspielerin wurde die britische Actrice Imelda Staunton für ihre Darstellung in dem Streifen "Vera Drake" des Filmemachers Mike Leigh ausgezeichnet.

Für seine Leistung in dem spanischen Film "Mar adentro" ("The Sea Inside") erhielt Javier Bardem den Preis als bester Schauspieler. Alejandro Amenábar wurde für den Film als bester europäischer Regisseur 2004 geehrt. Über den Publikumspreis als beste Schauspielerin freute sich die Spanierin Penélope Cruz.

Die Auszeichnung für sein Lebenswerk nahm der spanische Regisseur Carlos Saura entgegen. Für ihren Beitrag zum internationalen Kino wurde die norwegische Schauspielerin Liv Ullman gewürdigt.

Der Kritikerpreis ging an den griechischen Regisseur Theo Angelopoulos und seinen Film "Eleni", den ersten Teil einer im Griechenland des 20. Jahrhunderts angesiedelten Trilogie.

Großer Verlierer des Abends war der spanische Filmemacher Pedro Almodóvar, der mit seinem Film "La mala Educación" ("Schlechte Erziehung") trotz fünf Nominierungen leer ausging.

Insgesamt 1600 geladene Gäste verfolgten die Preisverleihung, darunter viele Stars wie Wim Wenders, Jeremy Irons, Jeanne Moreau, Franka Potente und Bruno Ganz. Der Europäische Filmpreis gilt auch als europäischer "Oscar". Er wird von der Europäischen Filmakademie vergeben.

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(dpa/AFP)