Documenta 13 Empfehlungen aus dem Irrgarten

Die Documenta bietet ihren Besuchern Hunderte von Exponaten, Installationen und Performances. Doch wohin auf der Weltausstellung, wenn die Zeit begrenzt ist? Eine erste, hilfreiche Auswahl der SZ-Kritikerinnen.

Von Catrin Lorch und Kia Vahland

Anders als ihre frühen Vorgänger präsentiert die Documenta 13 keine einzeln herausragenden Meisterwerke. Dafür zeigt sie viele überraschende Kunststücke, die ein genaueres Hinsehen lohnen. Hier eine erste Auswahl der SZ-Kritikerinnen.

Rabih Mroué

Rabih Mroué aus Beirut verfremdet und analysiert Handy-Videos getöteter syrischer Oppositioneller, die ihre eigenen Todesschützen aufnahmen. Ihn interessiert die Dynamik von Schuss und Gegenschuss. Dabei verzichtet er auf Schocker-Ästhethik - und zeigt die klügste politische Kunst seit langem.

Ort: Kulturbahnhof Kassel

Theaster Gates

Theaster Gates hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Freunden in seiner Heimatstadt Chicago die Abbruchhäuser mittelloser Schwarzer zu renovieren. Nach Kassel schleppte er halbverrottete Wandteile, Türen und Fenster und verbaute sie in einem heruntergekommenen Haus, in dem früher Hugenotten lebten. Dort wohnen nun die Künstler während der Documenta, lassen sich beobachten und spielen abends großartigen Jazz.

Ort: Hugenottenhaus

Gerne monumental

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