Digitale Kunst Original-Emojis kommen ins MoMA

Die Original-Emojis aus dem Jahr 1999, die bald im MoMA zu sehen sein werden, sind ein Geschenk des japanischen Mobilfunkanbieters NTT DoCoMo.

(Foto: AP)

Das Museum of Modern Art in New York erwirbt die ersten 176 Emojis aus dem Jahr 1999. Mit den bunten Gesichtern und Gemüsesorten von heute haben sie wenig Ähnlichkeit.

Emojis sind Alltagssprache. Emojis bringen Gefühle in den Nachrichtenfluss unserer digitalen Kommunikation. Emojis rücken die Welt ein klein wenig enger zusammen. Und Emojis sind jetzt auch Kunst. Denn das Museum of Modern Art (MoMA) in New York hat das erste Set an Original-Emojis aus dem Jahr 1999 für seine permanente Sammlung erworben.

Von Dezember an will das MoMA die Emojis in der Lobby des Museums in unterschiedlichen Formen ausstellen - von der 2-D-Grafik bis zur Animation. Mit den gelben Smileys, Kackhäufchen und Gemüsesorten von heute haben die 176 Original-Emojis jedoch wenig Ähnlichkeit. In ihrem rudimentären Design erinnern sie an die Hieroglyphen einer vergangenen Zivilisation, die aus heutiger Sicht kaum zu entziffern sind.

Entworfen wurden die ersten Emojis 1999 von Shgetaka Kurita für die Pager des japanischen Mobilfunkanbieters NTT DoCoMo. Anders als heute dienten sie nicht der Kommunikation zwischen Menschen, sondern wurden als Werbemittel eingesetzt, um Kunden in lokale Geschäfte zu locken. So stand das noch heute verwendete Martini-Emoji für eine Bar, der Hamburger für einen Fast-Food-Laden.

Heute sind Emojis weit verbreitet, der Standard-Kanon umfasst beinahe 2000 Symbole. Paola Antonelli, Kuratorin des MoMA in der Abteilung Architektur und Design, wünscht sich, irgendwann noch mehr Emojis für ihre Sammlung zu gewinnen. Das Set mit den Original-Emojis ist dabei nicht das erste digitale Objekt im Bestand des Museums. Schon 2010 erwarb das MoMA das @-Zeichen.

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