Die RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" wird von den Landesmedienanstalten gerügt, weil vor allem Jury-Mitglied Dieter Bohlen die Kandidaten verspotte. Wir haben Bildbeweise dafür, dass auch Bohlens Selbstkritik schonungslos ist.

Der Privatsender RTL hat nach Ansicht der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) in der aktuellen vierten Staffel seiner Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" gegen die Bestimmungen des Jugendschutzes verstoßen. In mehreren Folgen, die im Nachmittagsprogramm gezeigt wurden, sei vorgeführt worden, "wie Menschen herabgesetzt, verspottet und lächerlich gemacht werden", ließ die KJM erklären: "Beleidigende Kommentare der Jury sowie die redaktionelle Aufbereitung und Inszenierung der Auftritte einiger Kandidaten waren geeignet, die Entwicklung von Kindern unter zwölf Jahren zu beeinträchtigen."

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Im Mittelpunkt der Kritik steht der Musiker Dieter Bohlen, der eines von drei Jury-Mitgliedern ist. Die Niedersächsische Landesmedienanstalt will nun eine Beanstandung aussprechen und RTL dagegen keinen Widerspruch einlegen. Man sei sehr darauf bedacht, die Teilnehmer der Casting-Show nicht zu beschädigen, sagt RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger. Einige der jetzt diskutierten Fragen seien "aber wohl eher Geschmackssache und weniger ein nachhaltiges Problem des Jugendschutzes". Oder eben doch.

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(mirt/SZ. v. 9.3.2007)