Die Berliner "taz" bot zum Geburtstag auf einmal Kohl.
Wann war die taz, jene einst linke Alternativzeitung, in der "Säzzer" schon lange nicht mehr in den Zeilen herum fuhrwerken, das letzte Mal so anregend wie am vergangenen Samstag? Da waren die Berliner auf die Idee gekommen, die Jubiläumsausgabe zum 25-jährigen Überleben des rauen Zeitungsklimas ihren erklärten Lieblingsfeinden zu überlassen, allen voran dem Bild-Chef Kai Diekmann. Der wiederum brachte seinen vermutlichen Lieblingspolitiker Helmut Kohl als Titelhelden noch einmal groß raus, weil der Altkanzler ihm im Exklusiv-Interview ("Linke wird es immer geben") etwas über seine Lieblingsfeinde Stern, taz, Spiegel, Zeit erzählte, die er natürlich alle nicht liest, weil die ihn ja immer verkannt haben. Es gab also Kohl zur Feier, und dazu Prosecco vom Bild-Kolumnisten Franz Josef Wagner, der bei einem Dinner tief in die blauen Augen der taz-Chefin Bascha Mika geschaut hatte und nun "Rumba-Hüften" pries.
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Die Belobigte freute sich über 100 000 verkaufte Kohl-Zeitungen - und wird es mit "normalen" Gästen und Autoren viel schwerer haben.
jja.
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