Anne Will soll doch nicht dem Fußball weichen, Oliver Pocher bleibt in der ARD erwünscht und Harald Schmidt arbeitet an einem neuen Sendeformat - sagt der Programmdirektor.

Die Talkshow "Anne Will" soll bleiben - und nicht zugunsten von Fußball-Berichten auf einen anderen Sendeplatz verschoben werden. Dies bekräftigte . ARD-Programmdirektor Volker Herres in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Dienstagsausgabe): "Es gibt im Moment keine anderen Planungen", so Herres. Über die Sonntagsspiele der Bundesliga werde ab Sommer 2009 breit in den "Tagesthemen" ab 22.45 Uhr berichtet. Zuvor hatte das Magazin Focusgemeldet, die Sportchefs der ARD hätten sich dafür ausgesprochen, die Bundesliga am Sonntag ab 21.45 Uhr im Ersten zu zeigen.

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Muss nicht dem Fußball weichen: "Anne Will" ist laut NDR der erfolgreichste Polit-Talk 2008. (© Foto: ap)

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Die endgültige Entscheidung über die Verwertung der Sonntagsrechte soll die Fernseh-Programmkonferenz der ARD treffen, ein Gremium aus dem Programmdirektor des Ersten und Vertretern der ARD-Anstalten.

Herres bekannte sich in dem Interview auch zu Oliver Pocher und Harald Schmidt - der 51-Jährige Schmidt habe sich für die ARD eine neue Sendung einfallen lassen: "Schmidt hat eine neue Formatidee", so Herres. Man sei mitten in Gesprächen. Schmidts Geschäftspartner Fred Kogel hatte jüngst im Nachrichtenmagazin Der Spiegel angekündigt, dass die gemeinsame ARD-Show von Harald Schmidt und seinem Bildschirmpartner Oliver Pocher im April 2009 enden werde.

"Schmidt & Pocher" läuft seit Oktober 2007 im Ersten. Die Late-Night-Show ist vor allem bei jüngeren Zuschauern beliebt, kommt aber bei der Fernsehkritik wesentlich schlechter an als Schmidts frühere Solo-Sendung. Schmidts Produzent Fred Kogel erklärte kürzlich, die Show sei als zeitlich begrenztes Experiment angelegt gewesen. Schmidt könne in dem Duo sein Potenzial nicht ausspielen und wolle künftig die Comedy-Latte wieder höher legen "in Richtung Anspruch und Intellekt".

Doch auch Pocher soll laut Herres weiter zur ARD gehören: "Ich möchte ihn gern weiterhin im Ersten sehen." Zwar gehe Pocher "in jeder Hinsicht" an Grenzen, aber von der ARD werde auch immer verlangt, frecher und jünger zu werden. Nach Medienberichten sind auch andere Sender an dem 30-Jährigen interessiert, unter anderem RTL.

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(sueddeutsche.de/dpa/rus)