Constantin Film wehrt sich gegen den Vorwurf des Journalistenverbandes, Knebelverträge für die Berichterstattung zum Kinofilm "Der Baader Meinhof Komplex" auszustellen.
Auf die Vorwürfe des Deutschen Journalistenverbands (DJV), Journalisten würde die Berichterstattung über den Film "Der Baader Meinhof Komplex" mit Knebelverträgen erschwert, äußerte sich nun die Firma Constantin Film.
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Herzliche Einladung mit Strafandrohung. (© Foto: sueddeutsche.de)
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Dieser Vorwurf und der damit verbundene Aufruf des DJV an Journalisten, die Berichterstattung zur Sondervorführung zu boykottieren, würden "nobel klingen", träfen aber "nicht die Sache", so Constantin-Pressesprecherin Bettina Bartl.
Zur Erklärung wird angeführt: "Die Constantin Film gewährt in Ausnahmefällen mit Sondervorführungen bestimmten Medien den Vorzug, noch in der Fertigstellung befindliche Filme zu sichten. Konkret z.B. bei "Der Baader Meinhof Komplex" auf Anfrage des SZ-Magazins, das .... dringend den Film sehen wollte. Sondervorführungen wurden auch jenen Magazinen mit langen Vorlaufzeiten gewährt, die ansonsten überhaupt nicht in der Lage wären, zu berichten. Die Einhaltung gegenseitig vereinbarter Erscheinungsdaten wird in diesen Fällen durch einen Vertrag versichert. Alles andere wäre unfair anderen Journalisten und Medien gegenüber, die den Film erst zu einem späteren Zeitpunkt nach Fertigstellung sehen können."
Vertraglich geregelte und mit Sanktionen belegte Sperrfristen seien im Filmgewerbe genauso wie im Verlagswesen "nicht unüblich". Daraus eine Einschränkung der Pressefreiheit abzuleiten, sei "absurd", so die Pressesprecherin.
Inhalt des Vertrages, den Journalisten vor der "Sondervorführung" unterzeichnen sollten, war die Bedingung, dass sowohl der Journalist, als auch sein Verlag im Falle einer früher als gewünscht veröffentlichten Filmkritik je 50 000 Euro "Konventionalstrafe" an die Constantin Film Verleih GmbH zahlen sollten.
Der DJV hatte daraufhin seine Mitglieder davor gewarnt, die Bedingungen für die Berichterstattung über den Film zu akzeptieren. Die Strafandrohung sei "völlig inakzeptabel", hatte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken betont.
(sueddeutsche.de/rus)
Umweltstiftung WWF in der Kritik
Aust, Eichinger reiten auf der Raf-show Welle. Jetzt wird so getan als ob spektakuläre Aufdeckungen zu erwarten sind. Da klingeln die Kassen. Und das Volk freut sich. Ein bischen RealCrime Nervenkitzel, da die Mörder von Buback und weiteren noch nicht ermittelt sind. Hätten Aust, Eichinger wirklich neue Erkenntnisse, wäre dies eine Sache für die Gerichte und nicht für eine Filmshow. Die Knebelverträge sollen den Film nur interessanter machen, so als ob da Staatsgeheimnisse zu erwarten sind. Mit ähnlichen Showelementen hat schon die RAF selber gearbeitet. Egal wie groß die Show, die Welt hat politisch wichtige Fragen. Die RAF gehört nicht dazu. Egal was rauskommt oder nicht: politisch wird es keine Folgen mehr haben.Eine aufgebauschte Krimi-Politshow, die so tut als ob Deutschand und die Welt nicht aktuelle, wichtigere Themen hat. Es wird einem nichts entgehen, wenn man den Film nicht guckt.
Aber geschäftlich ein guter Coup. Selbst die intellektuelle Sensations-Presse wir gieren. Und im winter wird das Ganze wieder vergessen sein. Vielleicht kommt dann ein neuer Barschel Film?
Seltsamerweise vergisst der Bericht zu erwähnen, dass es neben dem DJV die sueddeutsche selbst war, die in einem Akt von Hysterie noch heute morgen trotzig angekündigt hatte, wegen des "Knebelvertrages" und der daraus resultierenden Gefahr für die Pressefreiheit (darunter läuft wohl nichts mehr) nun gar nicht mehr über den Film zu berichten. Noch seltsamer wird die Sache, wenn man folgendes Zitat aus der Constantin-Erklärung liest:
"Der Baader Meinhof Komplex" auf Anfrage des SZ-Magazins, das .... dringend den Film sehen wollte."
Mmhh. Erst den Film dringend sehen wollen, dann wegen eines völlig normalen Geschäftsvorganges eine Berichterstattungssperre verhängen und schließlich alles totschweigen... Das Alles im Dienst der Pressefreiheit. Beeindruckend.
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