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Comic: "Torpedo" – Er macht seinen Job
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Diesmal ist der Held der Böse: "Torpedo", der Anti-Held einer gleichnamigen spanischen Comic-Serie, ist mitternachtschwarz und ganz und gar verdorben.
Der Comic kennt viele Helden. Von welchem Schlag sie sind, erkennt man oft schon in ihrem Gesicht, an ihren Haaren. Die kecken Tollen von Tintin und Spirou signalisieren eine naive Abenteuerlust, die nur Figuren besitzen können, deren Wurzeln bis in die Zeit zurückreichen, als das Medium sich ausschließlich an Kinder wandte.
Die zerschlagene Nase und der Dreitagebart des Leutnants Blueberry verweisen dagegen auf einen skeptisch-rauhbeinigen, vom Schicksal gebeutelten Charakter, wie ihn reifere Leser zu schätzen wissen.
Darf ein Held aber auch böse sein? Nicht nur schillernd, sondern ganz und gar verdorben? So etwas ist im Comic sehr selten - aber nicht ausgeschlossen. Und kaum einer ist ein so übler Kerl wie Luca Torelli, genannt Torpedo.
Auch ihm sieht man es sofort an. Seine hagere, fast totenkopfartige Visage durchziehen Falten und Narben; der Mund ist nur ein dünner, meist nach unten gezogener Strich. So viel Brillantine er einsetzt, um seinen dichten Schopf zu bändigen, ein paar Büschel bäumen sich stets aggressiv in die Höhe.
Text: Christoph Haas/SZ vom 25.10.2008/jb
Alle Fotos: Aus der besprochenen Reihe, © Cross Cult Verlag.
27. Oktober 2008, 12:15 2008-10-27 12:15:00 ©