Theaterintendant Claus Peymann lässt an der voraussichtlichen Leitung der Bayreuther Festspiele kein gutes Haar: Die Favoritinnen seien bestenfalls mittelmäßig.
Theaterintendant und Regisseur Claus Peymann (70) hat die Nachfolgeregelung bei den Bayreuther Festspielen scharf kritisiert. "Wir haben ja die Erbmonarchie in Deutschland abgeschafft", sagte er am Mittwoch in Köln nach der Aufzeichnung der ZDF-Sendung Lesen! mit Elke Heidenreich.
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Es sei ein "Skandal", dass die Festspielleitung weiter in der Familie Wagner bleiben solle. "Auf diesen Platz gehört der beste Opernregisseur der Welt", forderte der Intendant des Berliner Ensembles. Der Bayreuther Festspielchef Wolfgang Wagner hatte am Dienstag nach jahrelangem Tauziehen seinen Rücktritt angekündigt.
Durch den ganzen Sippenzwist sei Bayreuth zu einer peinlichen Soap Opera verkommen. "Bayreuth, das ist ein Tummelplatz für Deppen."
"Wer was auf sich hält, geht nicht nach Bayreuth"
Wenn ihn heute jemand fragen würde, ob er in Bayreuth inszenieren wolle, würde er einen Lachanfall bekommen. "Wer was auf sich hält, geht nicht nach Bayreuth", sagte Peymann.
Die als Favoritinnen gehandelten Töchter von Wolfgang Wagner seien bestenfalls mittelmäßig. "Das Ganze kommt mir vor wie eine relativ schlechte Erfindung von Richard Wagner, ein Possenspiel."
Was da mit öffentlichen Geldern gemacht werde, sei "völlig verantwortungslos". Ein Krupp, ein Oetker oder ein Rockefeller hätten natürlich das Recht, ihre Firma an die Nachkommen weiterzugeben, "aber das hier ist das Geld der Bürger, das ist staatliches Geld".
Eine solche Erbfolgeregelung gebe es auf der ganzen Welt nicht mehr. Dass in Deutschland so etwas möglich sei, könne man nur als Armutszeugnis betrachten. Was Bayreuth gut täte, wäre, wenn es von einem unabhängigen Festspielleiter "mal so richtig durchgeschüttelt würde". Peymann nannte unter anderem Jürgen Flimm. "Das muss aber auch keineswegs ein Deutscher sein."
(sueddeutsche.de/dpa/pak)
Wie Peter27 es geschrieben hat, ist das Opernpublikum, wohlgemerkt in Bayreuth wie woanders, nicht gerade jung. Mich würde interessieren, was Leute von der neuen Politik des Hauses halten. In Bayreuth ist ja eine Live-Übertragung auf dem Volksfest, sowie ein Live-Stream im Internet geplant (http://live.bayreuther-festspiele.de/).
Da man ziemlich lange auf Karten warten muss, finde ich die Idee gar nicht so schlecht.
@dowanda
Man kann über Peymann denken wie man will, aber in Sachen Bayreuther Provinzpose hat er zu 100% recht. Diese 20-jährige Hinterhofschmierenkomödie zeigt exemplarisch, was ein familienpauschaler Grössenwahn auslösen und verursachen kann. Wenn die Wagner´s die Festspielzeit immer noch als ihre hauseigene Privatparty betrachten, dann sollten sie auch die vollen Kosten aus ihrem Gehabe bezahlen und nicht die Steuergelder für ihr persöliches Amusement verschwenden.
Etwas Gutes hat die ganze Geschichte; das Durchschnittsalter der Bayreuter Festspielbesucher liegt bei 76 Jahren. Damit stirbt die Klientel der Familie Wagner in den nächsten zehn Jahren sowieso aus. Damit geht es den Wagner´s wie den Dinosauriern, mit kleinem Gehirn hat man keine Überlebenschance!
für Wolfgang, denn er ist belastet mit der Mittelmäßigkeit seiner Nachfolge(rinnen). Wir haben es hier mit dem genielosesten Duo der Musikgeschichte zu tun, das man sich vorstellen kann.
Schade, dass Wagners Genius von der eigenen Familie hingerichtet wird.
Es war wohl nicht aufzuhalten.
Alles was in Bayreuth ab 2009 kommt, wird den Ruch des Lächerlichen nicht los werden. Was hat denn bloß der Stiftungsrat verpennt. Wo ist der Retter in der musikalischen Wüste. Jammertal, laß' uns alt und taub werden, damit wir wenigstens noch die Erinnerung behalten!
... das ist bekannt. Und weil er so viel auf sich hält, so entrüstet und kein Depp ist, der sich auf Plätzen tummelt bei denen er einen Lachanfall kriegt - deshalb lässt er sich vom iranischen Mullah-Regime samt seinem Berliner Ensemble nach Teheran karren und lässt als Beweis vorführen, wie offen und reflektionsfähig die Revolutionswächter mit den blutigen Händen sind. Feigenblattpolitik nennt man das, findet Peymann aber weiter nicht schlimm.
Denn da werden zwar nur Homosexuelle hingerichtet und Frauen gesteinigt, aber das ficht den Peymann nicht an. Auch vom Islam sollte man nicht abfallen, aber mit den Katholen beispielsweise hat Peymann ohnehin nicht viel am Hut. Öffentliche Geld stören ihn übrigens auch nur, wenn sie Bayreuth bekommt. Wenn er hingegen vom Iran eingeladen wird, dann ist ihm das wurscht. Deren Geld ist bekanntlich politisch weitaus weniger bedenklich verdient - als das der deutschen Steuerzahler. Im Gegenteil: Es war das wichtigste Gastspiel in den letzten Jahren, sagte er lt. online-Ausgabe des Tagesspiegel vom 3.4.2008.
Wenns nach Revolution riecht, da ist einer wie Peymann nicht weit. Wurscht, wieviele Leben dieser Umsturz gekostet hat und kostet. Wurscht, das die Häfte der Bevölkerung des Iran den Wert von einem Haufen Kuhmist hat. Wurscht, dass Anderslebende hingerichtet werden. Hauptsache es kracht. Hier in Germany ists ja langweilig. Und wenn etwas wie Bayreuth noch dazu auf Jahre hinaus ausverkauftes Haus hat, dann kann das nur Establishment sein. Denkt sich wohl der Peymann, und vergisst das er nur vom Establishment lebt.
Peymann hat es geschafft, er hat den Gipfel erklommen und Narrenfreiheit erlangt,
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