Bauern-TV-Drama statt Casting-Show: Oliver Kahns Fernsehsendung in China ist überraschend verschoben worden.
Oliver Kahns erste TV-Show in China ist überraschend "verschoben" worden. Chinas Propagandabehörden brauchten den Sendeplatz plötzlich für eine neue Politsendung. Ein neuer Termin für das Castingformat, bei dem Kahn Torwart-Talente sucht, stand am Freitag noch nicht fest.
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"Ich gebe nie auf": Oliver Kahn. (© Foto: dpa)
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Die erste Folge von "Kahn - Das Treffen am Drachentor" (Ka En longmenhui) hätte am Donnerstag dieser Woche um 22.50 Uhr Ortszeit in China anlaufen sollen. Der Satellitensender von Heilongjiang TV aus dem Nordosten des Landes hatte die Sendung mit viel Tamtam angekündigt, noch eine Stunde vor dem geplanten Termin liefen die Werbespots. Doch dann warteten die Fußballfans vergeblich auf Oliver Kahn. Ohne Erklärung lief stattdessen erst ein Bauern-TV-Drama und dann ein langweiliger Dokumentarfilm über Chinas Altpolitiker Deng Xiaoping.
Er sei erst am Vormittag vor der geplanten Ausstrahlung informiert worden, dass nach einem neuen Sendeplatz gesucht werde, sagt Alex Klopprogge von der Agentur Yes! China in Shanghai, Kahns Partner vor Ort. Die TV-Station habe erklärt, den Programmplatz nicht für alle zehn Folgen garantieren zu können, sagt Kahn-Manager Peter Ruppert: "Da gibt es vom Ministerium donnerstags eine neue Politsendung." Kahns Show hätte spätestens mit Folge drei auf 23.50 Uhr oder einen anderen Wochentag verlegt werden müssen, teilten die Genossen in China mit. Daher verschoben die Deutschen den Start, sie hoffen auf einen neuen, regelmäßigen Sendetermin in "ein oder zwei Wochen". Kahn, der ehemalige Star vom FC Bayern München, kann sich nun an das Motto halten, mit dem er in China für seine Show wirbt: "Ich gebe nie auf!"
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(SZ vom 20.06.2009/kar)
Urteil am Bundesverfassungsgericht