Leona Lewis sang bei einer Offenburger Parodie des Oscars: Mitten in der Krise wurde Bambi-Jubiläum gefeiert.
Mit runden Geburtstagen ist das so eine Sache, besonders im fortschreitenden Alter. Die Faustregel lautet, entweder ganz groß zu feiern oder dem Ehrentag an einen schönen Urlaubsort zu entfliehen.
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Leona Lewis ließ sich bei der Bambi-Verleihung nicht die Show von Britney Spears stehlen. (© Foto: AP)
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Als der Fernsehpreis Bambi des Verlegers Hubert Burda am Donnerstag 60. Geburtstag feierte, da gab es wohl in der bunten Welt höherer Tiere keine andere Wahl, als vor Millionenpublikum in der ARD eine Gala zu inszenieren - doch es wäre auch schön gewesen, an irgendeinem fernen Strand unbehelligt solcher Festivitäten zu bleiben.
Der Tanz um ein goldenes Reh hatte wenig mit dem Anspruch zu tun, ein deutscher Oscar zu sein. Auch wenn an diesem Abend gefühlte sechzig Mal der Name "Burda" ehrfürchtig von dankenden Preisträgern dahingehaucht wurde, hatte sich am Ende Offenburg noch immer nicht in Hollywood verwandelt. Vielmehr produzierte diese Dauerwerbesendung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens Missverständnisse am laufenden Band.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum Harald Schmidt sein Publikum nur bedingt zum Lachen brachte.
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Die Sendung, die ich (zum Glück) nur teilweise angeschaut habe, könnte immerhin einen positiven Effekt haben: Vielleicht kommen die ARD-Verantwortlichen endlich zur Einsicht, dass Harald Schmidt eine einzige Vergeudung von Fernsehgebühren ist. Was an dessen Auftritt die horrende Gage wert sein soll, die er kassiert, bleibt unerfindlich. Und als dann noch der Kalauer-Raab ein goldenes Reh bekam, war für mich endgültig Zeit zum Umschalten: Vom Fernsehen zum Lesen.
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Medienkrise? Noch nicht. Jedoch kann aus der Geldkrise eine solche werden.
Informationskrise sicherlich. Der Film und Ton hat nicht mehr diese Kraft wie vor 30 Jahren. Das liegt auch am Publikum: Inflationskrise. Und dazu die Mittelstandskrise, aus einem Mittelstand heraus meist das Seriöse in die Kunst zog. Familienkrise: auch die gemeint. Deutschlandkrise und überhaupt - Europakrise. Was ist nicht alles schon Krise? Es verwundert nicht, dass die wenigen echten Prominenten wegbleiben: es wird zu viel geredet - draussen und drinnen. Deutschland im Spätherbst. Der kann lange dauern. r.k.
Ich lese größtenteils negative Kritik auf diesen Seiten.
Mir kommt es so vor, als sei es bei der SZ ein seltsam amüsanter Sport geworden zu meckern.
Die Veranstaltung war allemals über dem deutschen Durchschnitt.
Sie zu zerreißen erscheint mir deshalb schlicht zu einfach.
Raabs Auftritt wird vom Auto dieses Artikels als Parodist der Parodie auf den Oscar verstanden.
Verkehrte Welt. Er hat nach meiner Meinung keinen Stil, und keinen intelligenten Charme. Mich erinnert er an Pausenhof-Gehabe unbegaber Schüler während der Schulzeit.
Gibts denn sowas? :P Jetzt fang ich auch schon an mich auszulassen.
Mein Fazit: Nicht so viel zerreden bitte. ;)
Das ist eine der Veranstaltungen, die auch schon deshalb schon so pathologische Züge aufweist, weil Inzucht sich ja irgendwann manifestiert. Es sind immer die selben Dahergelaufenen, die sich gegenseitig dafür feiern, weil sie in einem vom GEZ-Gebührendeppen bezahlten Film von links nach rechts gelaufen sind und dabei einen vorgegebenen Text aufsagten.
Daß dann eine abgehalfterte Dahergelaufene aus Amerika hochgejubelt wird, ist nur so zu erklären, daß man den Sinn für die Realität schon lange verloren hat. War die die Einzige, die man mit Geld davon überzeugen konnte, einfach nur anwesend zu sein, obwohl sie unfähig ist, sich eine 2-Min. Ansage zu merken und sie deshalb vom Zettel ablesen mußte?
Und daß dieser Harald S. schon lange nur noch ein Schatten früherer Tage ist, haben die Veranstalter auch noch nicht mitbekommen. Aber wahrscheinlich hat dieser Mann, der immer mehr Krusty dem Clown ähnlich wird, noch ein paar Stunden für die ARD abzudienen, damit sein Vertrag überhaupt noch irgendwie gerechtfertigt ist.
Und die Oberfrechtheit ist dann, einen Bambi für Hospizarbeit zu vergeben. Die Leistung dieser Leute hat mehr verdient, als in dieser Inzuchtveranstaltung das soziale Feigenblatt abzugeben.
Ich möchte nicht wiessen, wieviel Steuergelder da schon wieder verbraten wurde, damit sich dieses Gesocks selbst beweihräuchert.
Paging