Bildband "Confrontier" – Nogales, Mexiko/USA 2008

Ob Mauern wirklich für mehr Sicherheit sorgen ist allerdings stark umstritten. Auch Wiedenhöfer sieht das skeptisch: "Sie dienen bloß dazu, ein psychologisches Signal zu senden und zu beruhigen." Der 1125 Kilometer lange Grenzwall zwischen Mexiko und den USA sei ein gutes Beispiel dafür. "Das ist doch nicht mehr als eine Bremsschwelle", sagt Wiedenhöfer. "Die Leute überqueren die Mauer in 30 bis 45 Sekunden. Letzten Endes ist der Grenzzaun bloß dafür da, den amerikanischen Bürgern zu zeigen, dass etwas getan wird, um sie zu 'beschützen'", so der Fotograf.

Bild: Steidl Verlag 12. September 2013, 11:232013-09-12 11:23:28 © Süddeutsche.de/jspe/cag/leja