Berühmte letzte WorteSchieß ruhig, Feigling

Der Bundesverteidigungsminister denkt gar nicht ans Abtreten, von Abschiedsworten keine Spur. Andere berühmte Persönlichkeiten haben sich sehr wortgewandt verabschiedet.

Das Jahr hat gerade begonnen und Sie warten auf unsere ersten Worte an Sie? Zum Anfang von 2011 bekommen Sie von uns stattdessen die letzten Worte berühmter Persönlichkeiten.

Mit den letzten Worten ist das so eine Sache. Es ist kaum zu verifizieren, ob ein Sterbender die ihm zugeschriebenen Worte tatsächlich gesagt hat. Meist ist es ein Zeuge, der dem Dahinscheidenden seine letzte Botschaft abnimmt - mangels Alternative unterstellt die Nachwelt diesen Zeugen im Allgemeinen Glaubwürdigkeit.

Prominente Beispiele für stark angezweifelte bzw. nachweislich falsche letzte Worte sind Julius Cäsars "Auch Du, mein Sohn" oder Humphrey Bogarts "Ich hätte nie von Scotch auf Martinis umsteigen sollen". Der Eine war aufgrund der Verletzungen kaum mehr in der Lage, einen letzten Gruß in Richtung seines Mörders Brutus zu adressieren. Der Andere verabschiedete sich laut Schauspielkollegin Katherine Hepburn von seinem Freund Spencer Tracy ("Goodbye, Spence"). Für Fans des Zynikers Bogart wohl zu trivial, um wahr zu sein.

Nicht bewiesen aber wahrscheinlich sind die letzten Worte des großen mexikanischen Freiheitskämpfers Pancho Villa (1878 - 1923). Nachdem dieser bei einem Attentat auf offener Straße von einer Revolverkugel tödlich getroffen worden war, soll er einem Anwesenden zwei Sätze diktiert haben, die er so wohl nicht zitiert haben wollte:

"Lassen Sie es nicht so enden. Sagen Sie, dass ich etwas gesagt hätte."

Text und Bildauswahl: Jassien Kelm/sueddeutsche.de/kar/bön

Bild: oH 4. Januar 2011, 18:532011-01-04 18:53:56 © sueddeutsche.de/kelm/bön