In der Berliner Zeitung sind weitere Redakteure von ihrer Stasi-Vergangenheit eingeholt worden. Die Betroffenen sollen ihre Posten räumen.
Nach dem Lokalredakteur der Berliner Zeitung, Tomas Morgenstern, der am Freitag gekündigt hat, soll nun der Politikredakteur Roland Heine den Posten räumen.
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In der Redaktion der Berliner Zeitung brodelt es: Immer mehr Redakteure sehen sich Stasi-Vorwürfen ausgesetzt. (© Foto: dpa)
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Das forderte der von der Redaktion eingesetzte Ehrenrat. Die Chefredaktion führt mit Heine Gespräche über seine berufliche Zukunft. Ob er gehen muss oder eine andere Tätigkeit übernimmt, ist offen.
In der Empfehlung des Ehrenrats, die die Berliner Zeitung am Mittwoch veröffentlichte, heißt es, die "besonders hohen Anforderungen an die Glaubwürdigkeit" eines Politikredakteurs ließen eine Weiterbeschäftigung Heines in seinem Job "nicht möglich" erscheinen.
Berichte noch nach dem Mauerfall
Heine kommentiert außenpolitische Themen. 1980 ließ er sich als IM "Heinrich" von der Stasi verpflichten und ging 1987 für die Berliner Zeitung nach Moskau.
Er sollte, so die Welt, Kontakt zu einer Stasi-Zelle aufnehmen und lieferte noch nach dem Mauerfall Berichte. Bevor man ihn einsetzte, wurde er bespitzelt - von Morgenstern, der auch bei der Berliner Zeitung arbeitete. Morgenstern soll intime Details über Heine ausgeplaudert haben.
Die beiden haben sich erst geoutet, als die Stasi-Akten ihrer Kollegen Thomas Leinkauf und Ingo Preißler aufflogen und die Redaktion Druck machte. Leinkauf und Preißler dürfen bleiben, vier andere Redakteure, die einem Stasi-Wachregiment dienten, vermutlich auch. "Wir sollten den Weg der Selbstüberprüfung weitergehen", sagte der Sprecher des Redaktionsausschusses, Thomas Rogalla.
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(SZ vom 28.08.2008/pak)
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die anderen aber gegangen werden?