Im Berlinale-Palast stehen Journalisten, um seinen Film zu sehen. Darin spielt er einen alt und dick gewordenen Agenten, den die CIA in den Nahen Osten schickt. Nach dem Film gibt es eine Pressekonferenz.
Wer wollte da nicht Filmjournalistin sein? (© Foto: ddp)
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Am Eingang des Hotels stehen Journalisten, um nicht zu verpassen, wie er vorfährt. Am Abend zuvor ist er in Berlin angekommen. Auf dem Foto, das ihn in der Tiefgarage zeigt, stehen 18 Leute um ihn herum, um seine Sachen in die Suite zu tragen.
Er hat ein Haus am Comer See, ein Casino in Las Vegas, er kritisiert den Präsidenten der USA und liebt vielleicht eine neue Frau. Er findet, dass er in Beziehungen bisher immer kläglich versagt habe. "Und zwar mit jedem Typ von Frau." Was für ein Satz.
Am Abend wird er den Film vorstellen. Es heißt, danach gebe es eine Party, kleiner Kreis, ganz intim. Im Hotel bauen sich die Fotografen auf einer Bühne auf, bereit alles in einen Kugelblitz zu verwandeln. Im Saal reichen die Stühle nicht.
Es sieht aus, als seien viele Filmjournalisten Frauen. Sie lassen seinen Namen auf russisch, französisch, polnisch und italienisch durch den Raum fliegen. Auf einmal klatschen sie. George Clooney kommt.
(SZ vom 11.02.2006)
Brasiliens Präsidentin Roussef